Strategiedialog Automobilwirtschaft

Transformation

Strategiedialog Automobilwirtschaft – Themenfeld Energie

  • Solartankstelle

    Bild: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg (SDA BW) ist ein neues Format der institutionalisierten Zusammenarbeit. Er soll über Branchengrenzen hinweg Innovationspotenziale eröffnen und den Transformationsprozess der baden-württembergischen Automobilindustrie erfolgreich begleiten. Das Themenfeld Energie ist eine von fünf Säulen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg.

Ziel des Strategiedialogs ist es,

  • Handlungsfelder aufzuzeigen, die aus landes-, bundes- und europapolitischer Sicht für den laufenden Transformationsprozess besonders wichtig sind,
  • Instrumente zu benennen, die geeignet sind, die Transformation im Mobilitätsbereich zu unterstützen, und
  • Empfehlungen für Politik und Wirtschaft abzuleiten.

Technologieoffen untersuchen drei Arbeitsgruppen im Themenfeld Energie, wie die Energie für künftige Mobilitätslösungen im erforderlichen Umfang und an der richtigen Stelle zur Verfügung gestellt werden kann. Von Systemanalysen ausgehend und an Pilotprojekten erprobt, sollen die Arbeitsgruppen Lösungen und konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln, um die Energie- und Verkehrswende Hand-in-Hand erfolgreich zu gestalten. Voraussetzung für eine klimaverträgliche Mobilität und für das Erschließen der großen Potenziale der Sektorkopplung ist die zuverlässige, umweltverträgliche und wirtschaftliche Energiebereitstellung auf Basis erneuerbarer Energien.

Arbeitsgruppen (AG)

AG Systemanalyse AG Systemanalyse

  • Es ist absehbar, dass die Nachfrage nach Strom längerfristig steigen wird. Dafür sind folgende Entwicklungen verantwortlich:

    • die neuen Stromanwendungen im Verkehrsbereich (batterie- und brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge, Oberleitungs-LKW etc.)
    • die stärkere Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene
    • die möglicherweise erforderliche Herstellung synthetischer Gase und Kraftstoffe

    Dies erfordert einen zusätzlichen Ausbau entsprechender Erzeugungskapazitäten auf Basis erneuerbarer Energien.

    Die Integration der Erneuerbaren-Energien-Anlagen in das Gesamtsystem und die zunehmenden Wechselwirkungen zwischen der Erzeugungs- und der Nachfrageseite stellen weitere Herausforderungen dar. Zudem muss gewährleistet werden, dass bei der Entwicklung des Energiesystems das derzeitig sehr hohe Maß an Versorgungssicherheit erhalten bleibt.

    Zum Herunterladen

    Überblicksstudie [10/18; 2,7 MB]

AG Netze und Infrastruktur AG Netze und Infrastruktur

  • Der zusätzliche Strombedarf (benötigte Strommenge) durch Elektromobilität stellt derzeit und auch in naher Zukunft grundsätzlich kein Problem für die vorhandenen Netze dar. Herausforderungen ergeben sich vielmehr durch die beim Laden abgerufene Leistung.

    Insbesondere beim Schnellladen werden hohe Leistungen abgerufen, die bei einer örtlichen Konzentration von Ladesäulen und deren gleichzeitigem Betrieb zu lokalen Überlastungen führen können. Dies gilt vor allem für halb-städtische und städtische Gebiete, die zukünftig am ehesten eine große Anzahl von Elektrofahrzeugen aufweisen werden, und betrifft vor allem die Nieder- und die Mittelspannungsebene.

    Es sollte aber auch in den Blick genommen werden, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und damit auch nach Strom durch politische Maßnahmen (wie in Norwegen) oder nicht absehbare Innovationen steigen kann. Entsprechende Anreize für eine vorausschauende Dimensionierung der Netzinfrastruktur sollten daher schon heute entwickelt werden.

AG Wasserstoff und Brennstoffzelle AG Wasserstoff und Brennstoffzelle

  • Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie ist eine wichtige Säule der emissionsfreien Mobilität. Insbesondere für den Langstreckenverkehr, für Busse und Nutzfahrzeuge ist der Brennstoffzellenantrieb eine interessante Alternative zur batterieelektrischen Mobilität.

    Im Strategiedialog Automobilwirtschaft wird deshalb intensiv an der weiteren Kommerzialisierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gearbeitet. Dazu gehört, die Infrastruktur auszubauen und vor allem die Herstellung, Speicherung und den Transport von regenerativ erzeugtem Wasserstoff zu optimieren.



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