Handlungsfeld: Intelligente Energiesysteme

Demonstrationsprojekte Smart Grids und Speicher Baden-Württemberg

Energiespeichersysteme: Photovoltaik, Windräder und Li-Ionen-Batteriecontainer

Der Anteil an erneuerbaren Energien steigt im deutschen Energiemix stetig an. Damit gehen auch neue Anforderungen an das künftige Energienetz einher: Da die Stromerzeugung durch Wind- und Sonnenkraft schwankt, braucht es einerseits effiziente Speicher und andererseits intelligente Verbraucher, die den Strom dann nutzen, wenn er im Überfluss vorhanden ist.

Um die verschiedenen Akteure aufeinander abzustimmen, muss auch das Stromnetz intelligenter werden: Mithilfe sogenannter „Smart Grids“ lassen sich Erzeuger, Speicher und Verbraucher verbinden und optimal aufeinander abstimmen.

In Smart Grids kommunizieren Verbraucher und Erzeuger miteinander

Das Forschungsprogramm „Demonstrationsprojekte Smart Grids und Speicher Baden-Württemberg“ fördert Produkte und Entwicklungen im Bereich Smart Grids, die noch nicht marktreif sind, jedoch ein hohes Effizienzpotenzial mit sich bringen.

Ein Beispiel ist das bereits abgeschlossene Projekt „DSM-Echtzeit Datenplattform“ (Demand Side Management). Mithilfe der entwickelten Online-Plattform können Unternehmen einschätzen, wie flexibel der eigene Energieverbrauch und die eigene Erzeugung tatsächlich sind. Diese Flexibilität kann im Smart Grid dann zur Entlastung der lokalen Netze genutzt werden. Die Unternehmen können mit der Vermarktung der Flexibilität zusätzliche Erlöse generieren, also insgesamt eine Win-Win-Situation.

Da Energieerzeuger und -verbraucher in Smart Grids miteinander kommunizieren, müssen von Anfang an Technologien zur Datensicherheit integriert werden. Im Projekt „SecureEnergyProsumer“ wird eine solche geschützte Informations- und Kommunikationsstruktur für Energiesysteme entwickelt.

Insgesamt werden aktuell 19 Projekte gefördert. Fünf Projekte sind bereits abgeschlossen (Stand Juli 2019).

Kurze Bewertung nach Nachhaltigkeitskriterien

Für eine nachhaltige Energieerzeugung ist der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger unabdingbar. Nur eine zügige und durchdachte Energiewende kann den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2 reduzieren. Für die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien stellen intelligente Netze und Energiespeicher wichtige Schlüsseltechnologien dar.

Eckdaten des Förderprogramms

Projektbeteiligte: 

  • 54 Förderempfänger
  • 28 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen
  • 26 Unternehmen

Projektzeitraum: Oktober 2015 bis Dezember 2022