Um die baden-württembergischen Klimaschutzziele zu erreichen, muss der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter massiv steigen. Dabei hat die Windenergie mit der Photovoltaik das größte Ausbaupotenzial und verfügt über herausragende Möglichkeiten zur Treibhausgasminderung.
Die Landesregierung hat mit der inzwischen abgeschlossenen Task Force zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien mit einer Vielzahl an Maßnahmen die Weichen für einen konsequenten Ausbau der Windenergie im Land gestellt. Im Jahr 2025 wurden 100 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 660 Megawatt genehmigt. Das stellt ein Allzeithoch für Baden-Württemberg dar. Außerdem war 2025 ein Rekordjahr bei den Antragstellungen. Baden-Württemberg ist aktuell auf Klimaziel-Kurs.
Um die räumlichen Voraussetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen, werden aktuell mit der regionalen Planungsoffensive 1,8 Prozent der Landesfläche für die Windenergienutzung ausgewiesen. Im Staatswald wurden bereits über 8.000 Hektar Fläche für den Windenergieausbau zur Verfügung gestellt.
Digitalisierung
Die digitale Antragsstellung ist in der Fläche voll ausgerollt. Baden-Württemberg war ab 2024 das erste Bundesland, bei dem ein Online-Antrag für die Beantragung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung genutzt werden konnte. Die Digitalisierung wird konsequent weiterverfolgt. Ziel ist ein schlankes und effizientes Verfahren für Antragsteller und Behörden.
Kostengünstigste Technologie zur Stromerzeugung
Neben der großen Wasserkraft und großen Photovoltaikfreiflächenanlagen ist die Windenergie an Land („onshore”) unter den erneuerbaren Energien die kostengünstigste Technologie zur Bereitstellung von Strom. Außerdem liegen ihre Treibhausgasemissionen über den gesamten Produktlebenszyklus in einer Größenordnung von lediglich 11 Gramm je Kilowattstunde. Im Vergleich: Ein mit Erdgas betriebenes Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk stößt 400 Gramm, ein Steinkohlekraftwerk 870 Grammund ein Braunkohlekraftwerk über 1.000 Gramm pro Kilowattstunde aus.
Ausbau der Windenergie
Das Dashboard Windenergie informiert jederzeit über den aktuellen Stand des Ausbaus in Baden-Württemberg. Der Ausbau der Windenergie bietet herausragende Möglichkeiten zur Minderung von Treibhausgas. Während des Betriebs erzeugen die Anlagen keinerlei Schadstoffemissionen wie zum Beispiel Staub, Stickoxide oder Schwefeldioxid. Binnen eines Jahres stellen sie die zu ihrer Herstellung benötigte Energie bereit (energetische Amortisationszeit). Sie haben einen moderaten Flächenbedarf und bieten in Form von Bürgerwindrädern zudem gute Möglichkeiten, die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende teilhaben zu lassen.







