EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021 – 2027 – Bioökonomie

Bio-Ab-Cycling – Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser

Bioökonomie Baden-Württemberg: Illustration Bio-Ab-Cycling
Bioökonomie Baden-Württemberg: Illustration Bio-Ab-Cycling
Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart
Das Projekt KoalAplan: Die Bioraffinerie des Projekts „KoalAplan“ wird auf dem Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart umgesetzt. (Luftaufnahme)
Mikrosieb zur Abtrennung des partikulären organischen Kohlenstoffs aus dem kommunalen Abwasser.
Mikrosieb zur Abtrennung des partikulären organischen Kohlenstoffs aus dem kommunalen Abwasser.
Projekt KoalAplan: Gereinigtes Wasser aus dem Ammonium zurückgewonnen wurde.
Gereinigtes Abwasser aus dem Hauptstrom. Hier wurde Ammonium zurückgewonnen, das als Stickstoffdünger für den Landbau verwendet werden kann.
Bei dem Projekt InBiRa werden die Insektenlarven weiterverarbeitet und so Proteine und hochwertige Fette gewonnen.
Bei dem Projekt InBiRa werden die Insektenlarven weiterverarbeitet und so Proteine und hochwertige Fette gewonnen.
Das Insektenfett kann für Schmierstoffe, Kraftstoffe oder Reinigungsmittel verwendet werden.
Das Insektenfett kann für Schmierstoffe, Kraftstoffe oder Reinigungsmittel verwendet werden.
Projekt BW2Pro: Bioabfallvergärungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR
Bioabfallvergärungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR. Standort für das Projekt Bioabfallraffinerie BW2Pro.
Projekt: BW2Pro: Anlieferung von Bioabfall
In der geplanten Bioraffinerie des Projekts „BW2Pro“ wird täglich eine Tonne Bioabfall in hochwertige Produkte und Rohstoffe verarbeitet.
Kultivierung von Mikroalagen in der Freilandfläche
Beim Projekt SmartBioH2-BW wird mittels zweier miteinander verknüpfter biotechnologischer Verfahren (Purpurbakterien und Algen) aus anfallenden industriellen Abwasser- und Reststoffströmen Biowasserstoff und weitere Produkte wie beispielsweise Carotinoide erzeugt werden.
Frau steht vor einer Mikroalgenanlage
Im Prozess wird auch Kohlenstoffdioxid gewonnen. Das Kohlenstoffdioxid wird der angekoppelten Mikroalgenanlage zugeführt.
Chlorella unterm Mikroskop 1000fach vergrößert
Das Kohlenstoffdioxid wird unter Freisetzung von weiterem Wasserstoff oder sonstigen Produkten wie Proteinen oder Lutein in der Algenbiomasse gebunden. Der Prozess dient dazu, die Wasserstoff-Ausbeute zu steigern und die Produktpalette der Bioraffinerie zu erweitern.
Grafik: Bioraffinerieprozesse im Projekt SmartBioH2 BW
Die Bioraffinerie im Projekt SmartBioH2-BW basiert auf zwei biotechnologischen Verfahren der Wasserstofferzeugung, die miteinander verknüpft sind. Es werden Purpurbakterien und Mikroalgen eingesetzt.
Das Projekt „Rokka“ wird auf der kommunalen Kläranlage Erbach umgesetzt.
Das Projekt „Rokka“ wird auf der kommunalen Kläranlage Erbach umgesetzt. In Pilotanlagen wird die Produktion von Wertstoffen auf Kläranlagen erforscht und demonstriert.
Klärwerk Steinhäule
Der Zweckverband Klärwerk Steinhäule ist am Projekt „Rokka“ beteiligt, um die Übertragbarkeit der bioökonomischen Lösungen auf einen weiteren Standort zu überprüfen.
Nachhaltige Bioökonomie: Icon für Rohstoffe aus Abfall und Abwasser
Fachinitiative „Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser“

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert gemeinsam mit der EU-Kommission im Rahmen des EFRE-Förderprogramms „Bioökonomie Bio-Ab-Cycling“ den Bau und die Umsetzung von fünf modularen Bioraffinerien.

In einer nachhaltigen Bioökonomie werden Abwasser- und Abfallbehandlungsanlagen zu wichtigen Rohstofflieferanten. Ziel ist es, aus Abfall und Abwasser Rohstoffe für Produkte zu gewinnen, die wieder in den Wirtschaftskreislauf gebracht und einer ökonomischen Nutzung zugeführt werden.

So können in Kläranlagen aus Abwasser Plattformchemikalien wie Ameisensäure, Ammonium oder Wasserstoff gewonnen werden. Auch aus Bioabfall können Produkte gewonnen werden wie Fasern zur Verwendung in Blumentöpfen oder Polyhydroxyalkanoat (PHA), ein biologisch abbaubarer Stoff, mit dem biobasierte Kunststoffe hergestellt werden, oder Dünger und Biogas.

Durch die geförderten Projekte werden Verfahren, die im kleinen Maßstab bereits funktionieren, in Demonstrations- und Pilotanlagen im Sinne einer Raffinerie kombiniert und erprobt. Dies ist eine wichtige Zwischenstufe, bevor im nächsten Schritt die Verfahren in Kommunen oder in der Industrie zum Einsatz kommen.

Es werden rund 19 Millionen Euro an Fördergeldern eingesetzt, davon rund 7,7 Millionen Euro der Europäischen Union und rund 11,2 Millionen Euro des Landes Baden-Württemberg. Zusätzlich fördert das Land die „Fachinitiative zur Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall und Abwasser“ als Innovationsökosystem, also als räumlich begrenztes Cluster, in dem sich verschiedene Akteure miteinander vernetzen, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben.

Es werden folgende Projekte gefördert:

Übersicht der Bioraffinerie-Projekte der neuen Förderrichtlinie Bioökonomie „Bio-Ab-Cycling“.
Übersicht der Bioraffinerie-Projekte der neuen Förderrichtlinie Bioökonomie „Bio-Ab-Cycling“. Die fünf Projekte werden aus EFRE- und Landesmitteln vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert.

Informationen für Projektpartnerinnen und Projektpartner

Würfel mit Icons für Telefon, Mail und URL

Referat Ressourceneffizienz, Green Tech, Bioökonomie

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
70182 Stuttgart

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