Kernkraftwerk Philippsburg, Block 1

Leckage an Rohrleitungsabschnitten der Abwasseraufbereitung im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1)

Der Betreiber des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg, Block 1 hat im Rahmen einer Begehung an zwei Stutzen eines Wasserbehälters, der zum System zur Aufbereitung potentiell radioaktiv kontaminierter Abwässer gehört, korrosionsbedingte Leckagen entdeckt. Das ausgetretene Medium floss über einen Bodenablauf wieder zurück in das für radioaktive Abwässer vorgesehene System.

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Erkenntnisdatum

10.03.2026

Einstufung durch den Genehmigungsinhaber

Meldekategorie N (Normalmeldung)
INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung)

Maßnahmen des Genehmigungsinhabers

Der Betreiber hat den Boden unterhalb der Leckagestelle auf Kontamination überprüft. Dabei hat er nur sehr geringe Aktivitäten gemessen. Zudem hat er die Leckagestellen mit Dichtschellen abgedichtet und plant für die Zukunft die Erneuerung des betroffenen Wasserbehälters.

Sicherheitstechnische Bewertung des Umweltministeriums Baden-Württemberg

Bei dem Befund handelt es sich um eine Leckage an einem aktivitätsführenden System, das außer dem Einschluss der radioaktiven Stoffe keine weitere sicherheitstechnische Bedeutung hat. Die gemessene Kontamination war so gering, dass dadurch keine Gefahr für Mitarbeiter bestand. Die betroffene Stelle befindet sich innerhalb des Kontrollbereichs, so dass auch keine Verschleppung von Kontamination in die Umgebung zu besorgen war. Die sicherheitstechnische Bedeutung ist daher sehr gering und es ergaben sich keine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.