Europa

Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg

Ziel des Bündnisses ist es, auf regionaler Ebene den Tendenzen in der Europäischen Union zur weiteren Förderung der Atomenergie entgegenzuwirken und den Atomausstieg in Europa voranzubringen.

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Europa Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg

Baden-Württemberg ist Gründungsmitglied der Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg. Das österreichische Bundesland Oberösterreich hat das Bündnis initiiert. Die konstituierende Sitzung fand am 2. März 2016 in der Landesvertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel statt.

Die Allianz besteht mittlerweile aus 16 Regionen aus Deutschland, Österreich und Belgien und wird zudem von Luxemburg unterstützt. Die Allianz setzt sich für ein Energiesystem basierend auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien ein. Um eine „europäische Energiewende ohne Atomkraft" zu befördern, setzen sich die Mitglieder der Allianz für ein Subventionsverbot und verbindliche Laufzeitbegrenzungen für Atomkraftwerke ein.

Bewertung der Atomenergie im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien

Der fortschreitende menschengemachte Klimawandel verdeutlicht die Notwendigkeit CO2-armer Energieerzeugung. Auf Bestreben einiger EU-Mitgliedsstaaten, die Kernenergie nutzen oder neu einsteigen wollen, wurde die Kernenergie als nachhaltige Wirtschaftstätigkeit in die EU-Taxonomie aufgenommen.

Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine erhöhte sich die Notwendigkeit der Reduzierung von Öl- und Gasverbrauch. In Folge dessen hat Deutschland kurzfristig die endgültige Abschaltung der drei letzten in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke vom 31. Dezember 2022 auf den 15. April 2023 verschoben. Zugleich wurden in mehreren Staaten Planungen zum Neubau von Kernkraftwerken, darunter auch sogenannter Small Modular Reactors (SMR), intensiviert.

Danach kam auch immer wieder die Diskussion auf, ob Deutschland den Atomausstieg rückgängig machen und die bereits stillgelegten Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen sollte. Im Folgenden werden Argumente aufgelistet, warum die Kernenergie wichtige Nachhaltigkeitsaspekte nicht erfüllt und ein Wiedereinstieg nicht sinnvoll ist.