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Integriertes Rheinprogramm (IRP)

Das Integrierte Rheinprogramm dient gemäß der deutsch-französischen Vereinbarung der Wiederherstellung des Hochwasserschutzes und dem Erhalt und der Entwicklung naturnaher Auen am Oberrhein.

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Der Rhein

Das Integrierte Rheinprogramms (IRP) ist das größte Hochwasserschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg. Durch den Bau von Staustufen am Oberrhein zwischen Weil am Rhein und Iffezheim im 20. Jahrhundert sind natürliche Auen und damit Überflutungsflächen verloren gegangen. Dies hat dazu geführt, dass Hochwasserwellen sich nicht mehr ausbreiten können und deshalb ungedämpft in die Rheinregionen unterhalb Iffezheim fließen.

Gemäß einer Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich soll der Hochwasserschutz für die freifließende Strecke des Rheins unterhalb der Staustufe Iffezheim wiederhergestellt werden, wie er vor dem modernen Oberrheinausbau vorhanden war.

Mit dem Integrierten Rheinprogramm werden Rückhalteräume errichtet, die bei Hochwasser geflutet werden. Dadurch verlangsamen sie die Hochwasserwelle und können die Hochwasserspitze kappen. Die Landesbetriebe Gewässer in den Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe legen hierzu insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume auf ehemaligen Auenstandorten mit einem Rückhaltevolumen von 164 Millionen Kubikmetern an. Die Überflutungsflächen sollen dabei nicht nur zum Zweck des Hochwasserschutzes wieder aktiviert werden, sondern auch zum Erhalt, zur Wiederbelebung und zur Entwicklung naturnaher Auen beitragen.

Finanziert wird das Integrierte Rheinprogramm sowohl durch das Land Baden-Württemberg als auch mit Bundesmitteln. Maßnahmen in Frankreich und Rheinland-Pfalz ergänzen die Hochwasserschutzmaßnahmen in Baden-Württemberg.