Energiewende

Förderprogramm Elektrolyseure (ELY)

Mit ELY fördert das Land die Neuerrichtung lokaler Elektrolyseure für erneuerbaren Wasserstoff. Nach dem ersten Förderaufruf im Jahr 2025 wird das Förderprogramm 2026 mit einer zweiten Runde fortgeführt.

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Wasserstofftanks

Förderaufruf 2026: Zweite Förderrunde für regionale Wasserstofferzeugung

Für den zweiten Förderaufruf stehen erneut mehr als 50 Millionen Euro zur Verfügung. Stichtag für die Einreichung von Anträgen ist der 18. Mai 2026.

Ablauf des Förderaufrufs 2026
Im ersten Förderaufruf 2025 des Landesförderprogramms Elektrolyseure erhielten acht Projekte mit einer Elektrolyse-Kapazität von insgesamt 55 Megawatt eine Förderung. Dafür bewilligte das Land insgesamt 50,7 Millionen Euro.

Zu den Förderprojekten 2025

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselfaktor zur Einhaltung der Klimaschutzziele. In den kommenden Jahren wird er – nach Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Elektrifizierung – zur vierten Säule der Energiewende. Die im Jahr 2023 durchgeführte landesweite Bedarfserhebung zeigt einen höheren und schneller steigenden Bedarf, als bisherige Studien und Analysen angenommen haben.

Am 22. Oktober 2024 genehmigte die Bundesnetzagentur den Antrag der Fernleitungsnetzbetreiber für das Wasserstoff-Kernnetz. Dies ist ein wichtiges Signal für den Wasserstoffhochlauf, welches auch international Beachtung findet. Das Kernnetz deckt nicht alle Regionen in Baden-Württemberg ab. Auch die Umsetzung wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Der zusätzlich notwendige Ausbau des vorgesehenen Wasserstoffnetzes muss über den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff erfolgen. Zur Versorgung bis zum Bau von Fernleitungen und zur Abdeckung bislang nicht erschlossener Gebiete ist es deshalb erforderlich, bereits jetzt Erzeugungskapazitäten (und damit Wertschöpfungsketten) vor Ort aufzubauen.

Ziel und Inhalte des Förderprogramms

Mit dem Förderprogramm ELY unterstützen wir die lokale Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff durch Wasser-Elektrolyse. Ziel ist es, mittelfristig eine hinreichende Versorgung mit Wasserstoff zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Unternehmen zu sichern.

Der Fokus liegt auf dem Aufbau von Wasserstoff-Hubs in Baden-Württemberg. Die Elektrolyseure und Wasserstoff-Hubs sollen dabei weitestgehend im Einklang mit dem regionalen Ausbau des Stromnetzes und dem regionalen Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) errichtet beziehungsweise erweitert werden. Der parallele Auf- und Ausbau ist von hoher Bedeutung für die Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele in Baden-Württemberg.

Ablauf des Förderaufrufs 2026

Anträge können bis zum 18. Mai 2026 (Stichtag) beim Projektträger Karlsruhe eingereicht werden.

Wer wird im ersten Förderaufruf gefördert?

Im ersten Förderaufruf von 2025 entsteht mit einer Fördersumme von insgesamt 50,7 Millionen Euro eine neue Elektrolyse-Kapazität von 55 Megawatt. Am 17. Dezember 2025 überreichte Umweltministerin Thekla Walker die Verträge an die acht Zuwendungsempfänger.

Eine Karte von Baden-Württemberg, unterteilt nach Landkreisen, zeigt die Standorte der Projekte, die im ersten Förderaufruf des Landesförderprogramms Elektrolyseure gefördert werden. Original-Bild in neuem Tab öffnen
Eine Karte von Baden-Württemberg, unterteilt nach Landkreisen, zeigt die Standorte der Projekte, die im ersten Förderaufruf des Landesförderprogramms Elektrolyseure gefördert werden. Stecknadeln markieren die Projektstandorte. Die elektrische Leistung der Projekte liegt zwischen 1 und 15 Megawatt.

Hier finden Sie die geförderten Projekte mit einer kurzen Beschreibung: