Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Energieeffiziente Technologie

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

  • Blockheizkraftwerk Berkheim mit Pufferspeichern_Gemeinde Berkheim_Saitner

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Baden-Württemberg zu unterstützen. Das Energieszenario 2050 für Baden-Württemberg sieht vor, dass der Beitrag der KWK-Anlagen zur jährlichen Bruttostromerzeugung bis 2020 auf rund 13 TWh gesteigert wird. Dies entspricht einer Erhöhung des derzeitigen Anteils von 12 % auf 20 %. Um die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen muss parallel dazu der Anteil der KWK im Wärmemarkt wachsen – in der Objektversorgung, in der Industrie und in Verbindung mit Wärmenetzen.

Ein zielorientierter Ausbaupfad ist Kernstück einer Studie des ZSW, des DLR und Herrn Dr. Nitsch, die das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Anfang 2015 veröffentlichte. Sie ist Grundlage für das Landeskonzept Kraft-Wärme-Kopplung Baden-Württemberg, das der Ministerrat am 14.07.2015 verabschiedet hat. Das Konzept enthält neben der wissenschaftlichen Basis insbesondere konkrete Maßnahmen, um den zielgerichteten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Land voranzubringen.

Wie funktioniert eine KWK-Anlage?

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist als energieeffiziente Technologie allgemein anerkannt, denn sie führt durch die gleichzeitige Bereitstellung von Wärme und Strom zu einer deutlich besseren Primärenergieausnutzung als dies in Heizkessel und Großkraftwerk möglich ist. Während im Kraftwerk ein erheblicher Teil der Energie als Abwärme über den Kühlturm ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird, wird diese Energie bei der KWK zu Heizzwecken verwendet, was den höheren Grad der Energieausnutzung und damit die höhere Effizienz der KWK ausmacht. Auf diese Weise kann mit KWK nicht nur Energie, sondern auch CO2 eingespart werden.

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ist dabei nicht neu. Es wird bereits mit der Nutzung von Fernwärme aus Kraftwerken praktiziert. Ebenso sind seit vielen Jahren kleinere Einheiten – sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW) – im Einsatz, die die dezentrale Anwendung dieser Technologie in Siedlungen und Wohngebäuden ermöglichen. Durch die Nutzung vor Ort vermindern sich die Energieverluste, die ansonsten bei der Verteilung von Strom und Fernwärme auftreten. Dies verbessert die Energieeffizienz der KWK zusätzlich. 

Best Practice-Liste

Um gut funktionierende Anlagen und damit die Technologie insgesamt publik zu machen, wurde eine Best Practice-Liste KWK erstellt. Sie soll die Anwendung von KWK-Anlagen in verschiedenen Leistungsklassen sowie in unterschiedlichen Objekten aufzeigen und auf diese Weise verdeutlichen, wie und in welchen Bereichen KWK eingesetzt werden kann. Ziel dieser Liste ist es, mit den vorgestellten Beispielen zur Nachahmung anzuregen, um in unterschiedlichsten Objekten ebenfalls den Einsatz von KWK zu erwägen.


Veranstaltungen

Messe interCOGEN®

Mittwoch, 29. Juni, und Donnerstag, 30. Juni 2016, Messe KarlsruheZur interCOGEN®


Die Kraft-Wärme-Kopplung im zukünftigen Strommarkt

5. Fachtagung am Montag, 26.10.2015, StuttgartZu den Präsentationen

Beratung

Regionale Energieagenturen in Baden-Württemberg

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Fördermöglichkeiten

Förderprogramm Energieeffiziente Wärmenetze

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Förderprogramm KlimaschutzPlus

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Förderung von KWK-Anlagen

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Förderung von Mini-KWK-Anlagen

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Übersicht über Förderprogramme im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

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