Förderprogramm PV-Batteriespeicher

Förderprogramm
  • 01.02.2019

Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher

Mit dem Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ wollen wir den Bau von zusätzlichen Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) anreizen und die Belastung der Verteilnetze senken.

Was fördern wir?

  • Wir fördern die Investition in einen stationären, netzdienlichen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage.

    Es werden sowohl „Heimspeicher“ in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak (kWp) Leistung als auch „Gewerbespeicher“ in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage mit mehr als 30 Kilowatt Peak Leistung gefördert.

    Für jede Photovoltaik-Anlage ist die Anzahl der förderfähigen Batteriespeicher auf ein System begrenzt. Es werden nur stationäre Batteriespeichersysteme in Baden-Württemberg gefördert. Sie sind mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben. Auch die Photovoltaik-Anlage, die zusammen mit dem Batteriespeicher betrieben wird, muss in Baden-Württemberg errichtet werden.

Wen fördern wir?

  • Zuwendungsberechtigt sind

    • natürliche Personen,
    • rechtsfähige Personengesellschaften,
    • juristische Personen des privaten Rechts,
    • juristische Personen des öffentlichen Rechts (insbesondere Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts) und
    • Landwirte,

    die den mit einer Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom oder einen Teil davon einspeisen.

Wie fördern wir?

  • Die Förderung wird pro Batteriespeicher in Euro je Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Speicherkapazität des Batteriespeichers als Investitionszuschuss gewährt, ist jedoch auf maximal 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems begrenzt. Die Investitionen in eine Photovoltaik-Anlage werden hierbei nicht berücksichtigt.

Wie hoch ist die Förderung?

  • Speicher mit Photovoltaik-Anlage mit bis zu 30 Kilowatt Peak:

    200 Euro/Kilowattstunde, minimale Förderhöhe: 400 Euro

    Speicher mit Photovoltaik-Anlage mit mehr als 30 Kilowatt Peak:

    300 Euro/kWh, maximale Förderhöhe: 45.000 Euro

    Bonus

    • Elektromobilität: Für einen netzdienlichen/lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkt wird zusätzlich ein einmaliger Bonus in Höhe von 500 Euro gewährt.
    • Photovoltaik-Anlagen von 10 bis 14 Kilowatt Peak: Photovoltaik-Anlagen zwischen 10 und 14 Kilowatt Peak installierter Nennleistung fördern wir mit 400 Euro zusätzlich.

Was sind die Anforderungen?

  • Mindestinstallationsverhältnis

    Die Förderung wird nur bis zu der Höhe gewährt, bei der das Verhältnis von Photovoltaik-Anlagengröße zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 Kilowatt Peak der neu zu errichtenden Photovoltaik-Anlage je 1 Kilowattstunde des Batteriespeichers beträgt. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität ist nicht förderfähig.

    Technische Anforderungen

    1. Die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaik-Anlage am Netzanschlusspunkt beträgt
      a) bei Photovoltaik-Anlagen mit bis zu 30 Kilowatt Peak Leistung 50 Prozent,
      b) bei Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 30 Kilowatt Peak Leistung 60 Prozent
      der installierten Leistung der Photovoltaik-Anlage. Die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung besteht dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der Photovoltaik-Anlage, mindestens aber für 20 Jahre, und erstreckt sich damit auch auf einen eventuellen Weiterbetrieb der Photovoltaik-Anlage nach Außerbetriebnahme des Speichersystems. Dem Netzbetreiber ist die Möglichkeit der Überprüfung der Leistungsbegrenzung auf seine Kosten zu ermöglichen.

      Sind Photovoltaik-Anlagen < 30 Kilowatt Peak oder Photovoltaik-Anlagen > 30 Kilowatt Peak mit technischen Einrichtungen ausgestattet, die die Pflicht nach § 9 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 oder § 9 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) (ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung durch Netzbetreiber) erfüllen, entfällt die Wirkleistungsbegrenzung dieser Verwaltungsvorschrift auf 50 Prozent der installierten Leistung (Photovoltaik-Anlagen < 30 Kilowatt Peak) bzw. auf 60 Prozent der installierten Leistung (Photovoltaik-Anlagen > 30 Kilowatt Peak).
    2. Die Wechselrichter der im Rahmen dieser Bekanntmachung geförderten Systeme verfügen
      a) über eine geeignete elektronische und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung, durch die eine Neueinstellung der Kennlinien für die Wirk- und Blindleistung in Abhängigkeit von den Netzparametern Spannung und Frequenz bei Bedarf möglich ist und
      b) über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernsteuerung.
      Ein Eingriff in das System des Anlagenbetreibers über diese Schnittstellen bedarf seiner Zustimmung.
    3. Die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme existierenden gültigen Anwendungsregeln und Netzanschlussrichtlinien für Batteriespeicher sind durch die geförderten Anlagen einzuhalten. Hierzu gehört die VDE-AR-N 4105 („Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“) mit den Ergänzungen und Hinweisen des VDE FNN bezüglich Speicher, insbesondere der FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“.
    4. Die elektronischen Schnittstellen des Batteriemanagementsystems und die verwendeten Protokolle sind zum Zweck der Kompatibilität mit Austauschbatterien des gleichen oder anderer Hersteller offenzulegen.
    5. Für die Batterien des Batteriespeichersystems liegt eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von zehn Jahren vor. Hierbei wird bei Defekt der Batterien der Zeitwert der Batterien ersetzt. Der Zeitwert berechnet sich anhand einer über den Zeitraum von zehn Jahren beginnend mit dem Tag der Inbetriebnahme linear angenommenen jährlichen Abschreibung. Die Zeitwertersatzgarantie ist vom Verkäufer dem Käufer des Batteriesystems gegenüber zu garantieren oder über eine geeignete Versicherungslösung, deren Kosten der Verkäufer trägt, zu gewährleisten. Weitergehende Garantieerklärungen der Zwischenhändler beziehungsweise Hersteller können abgegeben werden.
    6. Der sichere Betrieb des Batteriespeichersystems und der Batterie ist durch die Einhaltung entsprechender Normen zu gewährleisten. Die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme ist durch eine geeignete Fachkraft zu bestätigen und nachzuweisen. Darüber hinaus wird dem Antragsteller empfohlen, versicherungsrechtliche Konsequenzen zu prüfen.

Wie erfolgt die Antragstellung?

  • Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank) mit der Abwicklung der Förderung beauftragt.

    Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag sowie die erforderlichen Anlagen sind elektronisch unter der E-Mail-Adresse pv-speicher@l-bank.de einzureichen. Hierfür ist das online bereitgestellte Antragsformular bei der L-Bank zu verwenden.

    Zuwendungen werden nur für Maßnahmen bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald dafür erste rechtsverbindliche Verpflichtungen, insbesondere aufgrund entsprechender Lieferungs- oder Leistungsverträge, eingegangen sind.

Wann erfolgt die Auszahlung?

  • Das bewilligte Projekt ist binnen neun Monaten umzusetzen. Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt in einer Summe nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises. Hierfür ist das bei der L-Bank bereitgestellte Verwendungsnachweisformular zu verwenden und bei der L-Bank unter der E-Mail-Adresse pv-speicher@l-bank.de elektronisch einzureichen.

Wo finde ich weitere Informationen und Antragsunterlagen?

  • Informationen zum Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“ sowie Anträge und Förderbedingungen finden Sie unter www.l-bank.de/pv-speicher.

    Fragen zur Antragstellung richten Sie bitte an die L-Bank:

    pv-speicher@l-bank.de

    0800 6645866 (werktags: 8 bis 16:30 Uhr)

Speichermonitoring BW

  • Das Förderprogramm wird von einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begleitet.

    Die Antragstellerin oder der Antragsteller verpflichten sich, an dem Monitoring für die geförderten Batteriespeichersysteme mitzuwirken. Dazu muss er das kombinierte Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystem im Rahmen der Inbetriebnahme bei einem Monitoring-Portal registrieren und der RWTH Aachen ausschließlich zum Zweck der anonymisierten wissenschaftlichen Analyse notwendige Daten der Nutzung des kombinierten Batteriespeicher-Photovoltaikanlagensystems zur Verfügung stellen.

    Der Registrierungsnachweis ist nach der Installation Ihres PV-Batteriespeichersystems mit dem Verwendungsnachweises bei der L-Bank einzureichen. Die Registrierung ist auf der Internetseite Speichermonitoring Baden-Württemberg möglich.


Zum Herunterladen

Neue Förderbedingungen ab 1. Februar 2019

[12/12; 300 KB]


VwV „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“

[01/19; 83 KB]


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

[02/19; 277 KB]


Faltblatt Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“

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