Landesstrategie Ressourceneffizienz

Rohstoffe und Energieträger intelligent nutzen

Landesstrategie Ressourceneffizienz

  • Weniger Abfall in der Produktion schont die Ressourcen und spart Materialkosten.

    Bild: © Petair/Fotolia.com

Die Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung Ressourceneffizienz zum Leitmotiv politischen Handelns erklärt. Sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht ist die intelligente Nutzung knapper Rohstoffe und Energieträger geboten. Die Landesstrategie Ressourceneffizienz soll einen konzeptionellen Rahmen mit klaren Zielen für die Landespolitik schaffen. Sie bündelt und vernetzt bestehende Maßnahmen und ist die Grundlage für neue Initiativen zur Stärkung der Ressourceneffizienz.

Die Ziele der Landesstrategie

  • Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch unter Beibehaltung und Ausbau des hohen Anteils am produzierenden Gewerbe sowie Erhalt der baden-württembergischen Wirtschaftsstruktur
  • Unterstützung des Ziels der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Rohstoffproduktivität im Zeitraum 1994 – 2020 zu verdoppeln
  • Entwicklung Baden-Württembergs zum Leitmarkt und zum Leitanbieter von Ressourceneffizienztechnologien
  • sichere Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen durch effizientere Gewinnung von Primärrohstoffen und der Erhöhung des Anteils an Sekundärrohstoffen

Um diese Ziele zu erreichen, schlägt die Landesstrategie insgesamt 31 konkrete Maßnahmen in den fünf Aktionsfeldern „Innovation und Technologieentwicklung“, „Material- und Energieeffizienz in Unternehmen“, „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und sichere Rohstoffversorgung der Wirtschaft“, „Sekundärrohstoffe nutzen und Kreislaufwirtschaft stärken“ sowie „Indikatoren, Mess- und Kenngrößen“ vor. Die Maßnahmen reichen von anwendungsorientierten Forschungsvorhaben, über Information und Unterstützung von Unternehmen bis hin zu ordnungsrechtlichen Maßnahmen im Bereich der Abfallverbringung.

Bürgerbeteiligung, Monitoring und Fortschreibung

Nachdem das Kabinett die Landesstrategie Ressourceneffizienz zur Anhörung freigegeben hatte, kommentierten die Bürgerinnen und Bürger den Entwurf im Beteiligungsportal. Am 1. März 2016 verabschiedete das Kabinett die Landesstrategie Ressourceneffizienz Baden-Württemberg nach der Auswertung der Ergebnisse.

Im April 2019 stellte das Umweltministerium das Monitoring der Landesstrategie Ressourceneffizienz im Kabinett vor. Der Bericht beschreibt, wie weit die einzelnen Maßnahmen der Strategie schon umgesetzt sind.

Auf Vorschlag des Umweltministeriums beschloss die Landesregierung, die Strategie fortzuschreiben und weiterzuentwickeln. So sollen bis Mitte 2020 unter anderem die Schwerpunktthemen „Digitalisierung und Ressourceneffizienz“, „Ökologische Produktgestaltung“ und „Ressourceneffizienz in der Baubranche“ aufgenommen werden.