Ressourceneffizienz und Umwelttechnik

IDEENVIELFALT STATT RESSOURCENKNAPPHEIT

Ressourceneffizienz und Umwelttechnik

Das Wachstum der Weltbevölkerung und das schnelle Wirtschaftswachstum in Schwellenländern geht mit einem stetig steigenden Bedarf an Energie und Rohstoffen einher. Notwendig sind daher ressourceneffiziente und umweltfreundliche Technologien, die zum Beispiel in Produktionsprozessen Emissionen und das Abfallaufkommen minimieren. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen zudem besser eigene Nachhaltigkeitsmanagementstrukturen entwickeln.

Zusätzlich zum absoluten Rohstoffverbrauch ist auch die Zahl der Elemente im Periodensystem gestiegen, die von der Industrie genutzt werden. Während in den 1980er Jahren nur 12 Periodenelemente und in den 1990er Jahren 16 genutzt wurden, hat allein die Elektronikindustrie in den 2000er Jahren bereits 60 Elemente eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise auch Metalle der Seltenen Erden, deren Gewinnung trotz geringer Mengen erhebliche Umweltauswirkungen haben. Gleichzeitig sind sie für bestimmte Anwendungen, insbesondere in der Hochtechnologie-Industrie und für die Energiewende (Bauteile für elektrische Antriebe, Windkraftanlagen, Brennstoffzellen), unverzichtbar und können nicht durch andere Stoffe ersetzt werden.

Große wirtschaftliche Chancen für Unternehmen

Der Einsatz von emissionsarmen, ressourceneffizienten Technologien stellt gleichzeitig eine große wirtschaftliche Chance für die Industrie dar. Emissionen und Abfälle, die bei der Produktion erst gar nicht entstehen, müssen im Anschluss auch nicht mit großem Aufwand getrennt, behandelt oder entsorgt werden. Innovative ressourcenschonende Technologien tragen deshalb sowohl zum Umweltschutz als auch mittelfristig dazu bei, Kosten in Unternehmen zu sparen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Neben dem Energieverbrauch liegt der Fokus hier besonders auf dem Materialeinsatz, der im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland inzwischen einen Kostenanteil von 45 Prozent ausmacht (während die Energiekosten im Durchschnitt bei unter 5 Prozent liegen). Baden-Württemberg ist aufgrund seines bedeutenden industriellen Sektors von dieser Entwicklung besonders betroffen.

Landesstrategie Ressourceneffizienz Baden-Württemberg

Aus diesen Gründen spielt Ressourceneffizienz in der Umweltpolitik Baden-Württembergs eine bedeutende Rolle. Die Landesregierung hat eine Landesstrategie mit konkreten Zielen und Maßnahmen entwickelt. Diese baut auf der sogenannten „Akteursplattform“ auf, an der alle Industrieverbände teilgenommen haben. 

Handlungsschwerpunkte

Die Handlungsschwerpunkte des Landes Baden-Württemberg:

  • Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress, der jährlich stattfindet
  • die Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“, mit der Best-Practice-Beispiele für unternehmerische Ressourceneffizienz gewonnen und kommuniziert werden
  • strategische Projekte im Bereich der Ultraeffizienzfabrik und der Demontagefabrik

Weitere Informationen

Landesstrategie Ressourceneffizienz

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Akteursplattform Ressourceneffizienz

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Ressourceneffizienz- und Kreislauf-wirtschaftskongress

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100 Betriebe für Ressourceneffizienz

Zu PURE-BW


Ultraeffizienzfabrik

Zur Ultraeffizienzfabrik


Projekt Demontagefabriken im urbanen Raum ist angelaufen

Zu CUTEC

Berichte

Demontagefabrik im urbanen Raum: Erweiterte Stoffstromanalyse

Zur LUBW


Demontagefabrik im urbanen Raum: Konzeption und Planung

Zur LUBW

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