Ökodesign und Energielabel

Energieverbrauchsrelevante Produkte und Energieverbrauchskennzeichnung

Ökodesign und Energielabel

  • LEDs mit Energielabel und Geld

Mit Produktdesign Umweltbelastungen reduzieren

Das am 25. November 2011 in Kraft getretene Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) setzt die neugefasste Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG vom 21. Oktober 2009 in deutsches Recht um. Damit werden die Ziele der Ökodesign-Richtlinie, die Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit der energieverbrauchsrelevanten Produkte zu verbessern, in nationales Recht übernommen. 

Da ein großer Teil der Umweltauswirkungen eines Produktes bereits bei seiner Entwicklung festgelegt werden, setzt die Ökodesign-Richtlinie bei der umweltgerechten Gestaltung energiebetriebener Produkte an. Die eigentlichen Anforderungen an einzelne Produktgruppen werden in sogenannten Durchführungsmaßnahmen festgelegt.

Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz: Hilfe bei der Kaufentscheidung

Das am 17. Mai 2012 in Kraft getretene Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) setzt die neugefasste Energielabel-Richtlinie 2010/30/EU vom 19. Mai 2010 in deutsches Recht um. Hierbei werden die Ziele der Energielabel-Richtlinie, dem Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung eine Hilfestellung zu geben und den Absatz energieeffizienter Produkte zu steigern, in nationales Recht übernommen.

Neben der nationalen Umsetzung der Energielabel-Richtlinie 2010/30/EU konkretisiert das EnVKG auch die europäischen Anforderungen an die Kennzeichnung von Reifen (Verordnung Nr. 1222/2009 des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 über die Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf die Kraftstoffeffizienz und andere wesentliche Parameter) und von PKW (Richtlinie 1999/94/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 1999 über die Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen).

Das Energielabel soll dem Endverbraucher helfen, sich zu informieren und für effiziente Produkte zu entscheiden, mit denen er Kosten einsparen kann. So sollen effizientere Produkte verkauft und die Entwicklung effizienterer Geräte vorangetrieben werden. Dies hat wiederum positive Auswirkungen auf den Verbrauch an Energie und anderer Ressourcen in der EU insgesamt.

Klimaschutz, Verbaucherschutz und Information der Käufer

Neben dem Klimaschutz dienen die Rechtsvorschriften dem Verbraucherschutz und der Verbraucherinformation. Verbraucher müssen sich auf die Einhaltung der Anforderungen an die Energieeffizienz verlassen können. Um die landespolitischen Ziele im Bereich Klimaschutz und Energie zu erreichen, stellt der Vollzug der Ökodesign-Richtlinie und der Energielabel-Richtlinie eine flankierende Maßnahme dar. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Reduzierung des Energieverbrauchs auch bei Verbraucherprodukten erforderlich, um die Energiewende zu schaffen.

Nach der europäischen Verordnung EG 765/2008 zur Marktüberwachung sind von den Mitgliedstaaten Marktüberwachungsbehörden zu benennen und diese in ausreichendem Umfang mit qualifiziertem Personal auszustatten. Marktüberwachung gehört zu den Kernaufgaben der Länder. Die Marktüberwachung für die Bereiche Energieverbrauchsrelevante Produkte und Energieverbrauchskennzeichnung wurde in Baden-Württemberg dem Regierungspräsidien Tübingen übertragen.  


Weitere Informationen

Marktüberwachung in Baden-Württemberg

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Marktüberwachungs-programme

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Freier Warenverkehr in Europa

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Informations- und Kommunikationssystem ICSMS

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Produktsicherheit

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Eingriffsmöglichkeiten der Behörden

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Jahresbilanzen

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