Ökodesign und Energielabel

Energieverbrauchsrelevante Produkte und Energieverbrauchskennzeichnung

Ökodesign und Energielabel

  • LEDs mit Energielabel und Geld

Energielabel helfen beim Kauf von energieeffizienten Elektro- und Haushaltsgeräten

Sie suchen eine energieeffiziente Waschmaschine oder einen energieeffizienten Kühlschrank? Dabei helfen Ihnen die Energielabel der EU. Die mehrstufige Skala des Energielabels zeigt in Stufen von rot bis grün den Energie- und Ressourcenverbrauch von Elektro- und Haushaltsgeräten an. Somit können Kunden europaweit Produkte vergleichen. Außerdem wird der Wettbewerb zwischen den Herstellern gefördert, ihre Produkte ständig zu verbessern. Dies verbessert den Leistungs- und Ressourcenverbrauch der sogenannten energieverbrauchsrelevanten Produkte in der EU insgesamt.

Da viele Produktgruppen bereits die höchste Effizienzklasse A+++ erreicht haben, reformierte die EU die Energielabel-Richtlinie. Zum 1. August 2017 trat die Rahmenverordnung 2017/1369 in Kraft. Sie teilt die Effizienzklassen in A bis G ein, die A+++-Label fallen weg. Die Klassen A und B bleiben zunächst frei, damit die Hersteller noch Spielraum für weitere Fortschritte besitzen. Bis die neuen Energielabel allerdings für die Verbraucherinnen und Verbraucher an den Geräten zu sehen sind, wird es noch bis zum Jahr 2020 dauern.

Gesetzlicher Rahmen

Die neue Energielabel-Verordnung ist für alle Mitgliedsstaaten bindend. Im Gegensatz dazu musste die zuvor geltende Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie 2010/30/EU vom 19. Mai 2010 mithilfe des Energieverbrauchkennzeichnungsgesetzes (EnVKG) in deutsches Recht umgesetzt werden. Die neue Verordnung 2017/1369 sichert eine einheitliche Umsetzung in allen Mitgliedsstaaten.

Ziel ist es, die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf eines energieeffizienten Gerätes zu unterstützen. Hierzu enthält die Verordnung Anforderungen an Hersteller, Händler und Lieferanten, die die Verbraucher schützen und informieren. Außerdem sind Anforderungen zur Wettbewerbsgleichheit und Rechtssicherheit der Wirtschaftsakteure formuliert.

Das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) konkretisiert die Ziele der neuen Rahmenverordnung 2017/1369, ebenso wie die der europäischen Verordnung 1222/2009 zur Kennzeichnung von Reifen (Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf die Kraftstoffeffizienz und andere wesentliche Parameter) und der von PKWs (Richtlinie 1999/94/EG über die Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen).

Mit Produktdesign Umweltbelastungen reduzieren

Da ein großer Teil der Umweltauswirkungen eines Produktes bereits bei seiner Entwicklung entstehen, setzt die europäische Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG vom 21. Oktober 2009 bei der umweltgerechten Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte an. Die eigentlichen Anforderungen an einzelne Produktgruppen werden in sogenannten Durchführungsmaßnahmen festgelegt.

Das am 25. November 2011 in Kraft getretene Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) setzt die neugefasste Ökodesign-Richtlinie in deutsches Recht um. Damit werden die Ziele der Ökodesign-Richtlinie, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit der energieverbrauchsrelevanten Produkte zu verbessern, in nationales Recht übernommen.

Klimaschutz, Verbraucherschutz und Information der Käuferinnen und Käufer

Neben dem Klimaschutz dienen diese Rechtsvorschriften vor allem dem Verbraucherschutz und der Verbraucherinformation. Denn die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass die Anforderungen an die Energieeffizienz eingehalten werden.

Die Ökodesign-Richtlinie und die Energielabel-Verordnung helfen außerdem dabei, die landespolitischen Ziele im Klimaschutz zu erreichen. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein geringerer Energieverbrauch bei Verbraucherprodukten notwendig, um die Energiewende zu schaffen.

Für den Vollzug der Marktüberwachung in den Bereichen energieverbrauchsrelevante Produkte und Energieverbrauchskennzeichnung ist das Regierungspräsidium Tübingen in Baden-Württemberg zuständig.


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