Sicherheit bei der Arbeit

Gefahrstoffverordnung

Die Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung – GefStoffV) gibt Vorgaben für das Inverkehrbringen von Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen sowie für den Schutz der Beschäftigten und anderer Personen vor Gesundheitsgefahren und zum Schutz der Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen. Ausgenommen vom Anwendungsbereich ist der Einsatz von Gefahrstoffen in Privathaushalten und von biologischen Arbeitsstoffen, sofern diese der Biostoffverordnung unterliegen.

Als Gefahrstoffe im Sinne dieser Verordnung gelten Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse, die eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • explosionsgefährlich
  • brandfördernd
  • hochentzündlich, leichtentzündlich, entzündlich
  • sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich
  • ätzend, reizend, sensibilisierend
  • krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend (reproduktionstoxisch), erbgutverändernd
  • umweltgefährlich

In der EU wurde durch die Verordnung Nr. 1272/2008, das von den Vereinten Nationen entwickelte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (Global harmonisiertes System – GHS), übernommen. Diese Verordnung (Regulation on classification, labeling and packaging of substances and mixtures – CLP) vom 20. Januar 2008 ist direkt in den einzelnen Mitgliedstaaten der EU gültig.

Die nationale Gefahrstoffverordnung wird derzeit den Vorgaben dieser „CLP-Verordnung“ angepasst. Die „CLP-Verordnung“ ist ab dem 01.12.2010 für Stoffe und ab dem 01.06.2015 für Zubereitungen, die zukünftig als Gemische bezeichnet werden, gültig. In der Übergangsphase muss im Sicherheitsdatenblatt, das der Hersteller bzw. Importeur jedem Käufer mitzuliefern hat, auf jeden Fall noch die alte Einstufung nach der Gefahrstoffverordnung angegeben werden.