green clean

Oberflächenreinigung durch mikrobiologischen Abbau von Ölen und Fetten

Green Clean, so kriegt man sein Fett weg

  • Kühlschmiermittel reduzieren beim Spanen und Umformen die Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück. Nach der mechanischen Bearbeitung verbleiben Öl- oder Fettanteile auf dem Werkstück. Sie müssen für die weitere Oberflächenbehandlung vollständig entfernt werden.

    Kühlschmiermittel reduzieren beim Spanen und Umformen die Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück. Nach der mechanischen Bearbeitung verbleiben Öl- oder Fettanteile auf dem Werkstück. Sie müssen für die weitere Oberflächenbehandlung vollständig entfernt werden.
    Quelle: Kadmy/Fotolia.com

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  • Das Prinzip der „biologischen Entfettung“ besteht darin, Fette und Öle von den Oberflächen abzuwaschen, zu emulgieren und dann durch den Fettstoffwechsel der Lebensgemeinschaft ölabbauender Mikroorganismen im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser abzubauen.

    Das Prinzip der „biologischen Entfettung“ besteht darin, Fette und Öle von den Oberflächen abzuwaschen, zu emulgieren und dann durch den Fettstoffwechsel der Lebensgemeinschaft ölabbauender Mikroorganismen im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser abzubauen.

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  • saubere Werkstücke

    saubere Werkstücke
    Quelle: Martin Stollberg/Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

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Die Oberflächenreinigung, und insbesondere die Entfernung von Ölen und Fetten, stellt eine wichtige Querschnittstechnologie besonders in der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie dar. Sie garantiert eine technisch einwandfreie Weiterverarbeitung bei der Beschichtung und Oberflächenvergütung.

Anfang der 1990er Jahre wurde im europäischen Raum die Idee der biologischen Teilereinigung auf Basis der Erfahrungen mit dem biologischen Mineralölabbau nach Tanker-Unfällen aufgegriffen. Durch die Übertragung des biologischen Öl-Abbaus in die Industrie können nun Öle und Fette, die zum Beispiel bei der mechanischen Bearbeitung von Metallen durch Kühlschmierstoffe auf Metallteile aufgebracht werden, ohne den Einsatz von Lösemitteln oder starken Säuren (Gefahrstoffen) von den Oberflächen entfernt werden.

Das Prinzip der „biologischen Entfettung“ besteht darin, Fette und Öle von den Oberflächen abzuwaschen, zu emulgieren und dann durch den Fettstoffwechsel der Lebensgemeinschaft ölabbauender Mikroorganismen im Wesentlichen zu Kohlendioxid und Wasser abzubauen. So werden die mit Fetten und Ölen belasteten Reinigungslösungen regeneriert und sind weiter einsetzbar. Hierdurch können theoretisch unendliche Standzeiten der Entfettungsbäder erreicht werden.

Ein weiterer Vorteil der biologischen Entfettung liegt darin, dass Unternehmen keine ölhaltigen Konzentrate oder Schlämme mehr entsorgen müssen. Teilweise produzieren die am Fett- und Öl-Abbau beteiligten Mikroorganismen selbst Tenside, sogenannte Bio-Tenside. Diese emulgieren die als Nahrung für die Mikroorganismen dienenden Fette und Öle so fein, dass diese sie „verdauen“ können. Der Zusatz von Tensiden zur Reinigungslösung kann dadurch gesenkt werden. Grenzen sind eigentlich nur beim Eintrag von schwer abbaubaren Substanzen und synthetischen Ölen gesetzt, da diese in der Regel nicht biologisch abbaubar sind. Da biologische Prozesse bei gemäßigten Temperaturen ablaufen, dient die Bio-Entfettung häufig auch der Energieeffizienz.

Die Mengenströme und Kostenvorteile des Verfahrens sind in der Broschüre „Bioökonomie – Green Clean“ an drei Prozessbeispielen dargestellt. Beim Einsatz des Verfahrens helfen Musterarbeitsplatzbeurteilungen, die Sie bei der Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg herunterladen können.


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