Preisträger in der Kategorie Industrieunternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern 2016

Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk GmbH & Co. KG

Die Gewinner in der Kategorie Industrieunternehmen bis zu 250 Mitarbeiter (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Dr. Florian Block (Geschäftsführer), Thomas Günther (technischer Betriebsleiter und Umweltreferent bei Salus), Bernd Hamann (Umweltbeauftragter)
Die Gewinner in der Kategorie Industrieunternehmen bis zu 250 Mitarbeiter (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Dr. Florian Block (Geschäftsführer), Thomas Günther (technischer Betriebsleiter und Umweltreferent bei Salus), Bernd Hamann (Umweltbeauftragter)

Die Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk GmbH & Co. KG produziert Pflanzensäfte (Hauptanteil des Produktsortiments), Kosmetik und Müsli. Die Pflanzensäfte werden durch Pressen gewonnen. Das Unternehmen gehört zur Salus-Gruppe.

Nahezu klimaneutrale Produktion

Da bei der Produktion das Arzneimittelgesetz mit Luftwechselvorschriften zu beachten ist, ist der Betrieb recht energieaufwändig. Das Unternehmen hat die Energieeffizienz systematisch verbessert, nicht vermeidbares Kohlendioxid kompensiert und damit einen nahezu CO2-neutralen Betrieb erreicht.

Was hat Schoenenberger umgesetzt?

  • Wärmerückgewinnung aus Lüftungsanlagen und aus Dampfkesseln: Dabei wird das Wasser in einem 16 m3 Pufferspeicher erwärmt, das wiederum für die Reinigung genutzt wird.
  • Einsatz von energieeffizienten Ventilatoren und Hocheffizienzpumpen
  • Umstieg auf LED in der Produktionshalle

Das Unternehmen produziert 50 % des Stroms selbst mit einer Photovoltaik-Anlage und kauft den Rest als Ökostrom zu. Seit Oktober 2016 wurde der Produktionsstandort Magstadt bei den direkten Emissionen nahezu CO2-neutral, da nicht vermeidbares Kohlendioxid kompensiert wird.

EMAS als Grundlage für überzeugendes Umweltmanagement

Schoenenberger ist seit 1997 EMAS-validiert. Die Pflanzen stammen zu 97 % aus ökologischem Landbau, circa 80 % der Pflanzenmengen werden aus der Region bezogen und die Reststoffe als Dünger eingesetzt. Im Jahr 2015 erarbeitete das Unternehmen Umweltleitlinien und verpflichtete die Mitarbeiter sich an diese zu halten. Diese Verpflichtungserklärung ist Bestandteil des Arbeitsvertrags.

Schoenenberger zeigt ein hohes Engagement im Naturschutz. Unter anderem übernahm das Unternehmen die Patenschaft für den Neuntöter im Rahmen des Aktionsplans 111-Artenkorb und unterstützt einen Naturerlebnispfad in Magstadt