Sonderpreis für Non-Profit-Organisationen 2016

Turn- und Sportgemeinde 1889 Heidelberg-Rohrbach e. V.

Die Gewinner des Sonderpreises für Non-Profit-Organisationen (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Thomas Müller (Vorsitzender), Matthias Ritter (Umweltbeauftragter), Helmut Scheuermann (Umweltbeauftragter)
Die Gewinner des Sonderpreises für Non-Profit-Organisationen (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Thomas Müller (Vorsitzender), Matthias Ritter (Umweltbeauftragter), Helmut Scheuermann (Umweltbeauftragter)

Die TSG ist der größte Sportverein in Heidelberg und gehört mit über 3.200 Mitgliedern, 26 Hauptamtlichen und vielen Sportangeboten zu den 10 größten Sportvereinen in Nordbaden. Der TSG bewirbt sich zum ersten Mal beim Umweltpreis.

Ökologie ist im Leitbild verankert und wird glaubhaft gelebt

Beim TSG gibt es eine Umweltmanagementstruktur, ein eigenes Umweltteam und zwei Umweltbeauftragte. Der Vorsitzende hat sich zum Umweltberater im Sport ausbilden lassen.

Der Verein hat mit produzierenden und städtischen Unternehmen im Jahr 2012 am Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften in Heidelberg“ teilgenommen und damals einen Bewusstseinswandel im Verein angestoßen. Über ein Jahr arbeiteten die Unternehmen zusammen und erlernten in Workshops und bei Vor-Ort-Besuchen die Grundlagen für betriebliches Umweltmanagement. Das Projekt wird über das Förderprogramm ECOfit gefördert.

Die Sportstätten gehören nur zum Teil dem Verein, jedoch müssen die Energiekosten vom Verein getragen werden. Deshalb kennen die Verantwortlichen die Verbräuche, man betreibt Datenmonitoring und reduziert den Energieverbrauch:

  • Das Vereinsheim im Vereinsbesitz, ein Altbau, wurde zu einem KfW-Effizienzhaus-70- Standard mit Holz-Pellet-Heizung saniert
  • Das Sportzentrum wurde im Passivhausstandard erbaut.
  • Der Verein stellt sukzessive auf LED um, bisher im Fitnessstudio und in der Geschäftsstelle, demnächst auch bei der Flutlichtbeleuchtung auf dem Rasenplatz.

Der TSG setzt Ökostrom ein und Veranstaltungen werden umweltschonend durchgeführt. Beispielsweise findet man bei Veranstaltungen des TSG kein Einweggeschirr.

Weitere Maßnahmen:

  • Umweltpädagogische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche
  • Wechsel des Essens in der Kita auf bio- und regional
  • Verzicht auf versiegelte Flächen
  • Nistkästen auf Vereinsgelände
  • Bezug von Fair Trade-Fußbällen

Vorbildliche Kommunikation

Dies alles wird unterlegt durch gute Kommunikation nach innen zu den Mitgliedern und nach außen. Beispielsweise ist der Verein langjähriges Mitglied im Sport- und Umweltteam der Stadt Heidelberg und nimmt an der Nachhaltigkeitsinitiative des Verbandes für Sportökonomie und Sportmanagement teil.