Preisträger in der Kategorie Handel und Dienstleistung 2016

Stadtwerke Karlsruhe GmbH

Die Gewinner in der Kategorie Handel und Dienstleistung (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Dr. Karl Roth (Technischer Geschäftsführer) und Markus Schleyer (Leiter des Referats Umweltschutz)
Die Gewinner in der Kategorie Handel und Dienstleistung (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Dr. Karl Roth (Technischer Geschäftsführer) und Markus Schleyer (Leiter des Referats Umweltschutz)

Die Stadtwerke Karlsruhe sind ein regionales Versorgungsunternehmen, das Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser anbietet. Es war bereits im Jahr 2010 Umweltpreisträger in der Kategorie Dienstleistung.

Überzeugendes Umweltmanagement

Die Stadtwerke Karlsruhe haben im Jahr 1996 als eines der ersten Versorgungsunternehmen EMAS eingeführt und lassen sich nun seit 20 Jahren validieren. Ende des Jahres 2015 wurde die zweite Ausbaustufe der Wärmeauskopplung aus der Mineralölraffinerie Oberrhein (MIRO) abgeschlossen. Durch die Nutzung industrieller Prozessabwärme sparen die Stadtwerke rund 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Für die nächsten Jahre ist ein weiterer Ausbau der Fernwärmeversorgung und eine Verdichtung entlang der bestehenden Leitungstrassen geplant. Gut die Hälfte des Wärmebedarfs in Karlsruhe deckt die MIRO ab. Ziel bis 2020 ist es, 95 % der Wohnungen im Stadtgebiet mit Fernwärme zu versorgen.

Mitglied der Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen"

Die Stadtwerke Karlsruhe sind bisher das einzige Versorgungsunternehmen, das Mitglied der Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen" der deutschen Wirtschaft ist. Dem Beitritt ist eine anspruchsvolle Bewerbung vorausgegangen. Dazu bewertete ein unabhängiger Gutachter die Klimaschutz- und Energieeffizienzleistungen der Stadtwerke Karlsruhe. Mitglied der Exzellenzinitiative können nur Firmen werden, die Erfolge im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz sowie ambitionierte Klimaziele vorweisen können.

Eine besonders wirksame energieeffiziente Maßnahme stellt die Kernsanierung des Hauptverwaltungsgebäudes im Jahr 2015 dar. Durch die Sanierung sparen die Stadtwerke 30 % Energie ein. Dafür erhielten sie von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das DGNB Zertifikat in Silber. Der Strom, der selbst verbraucht wird, stammt zu 100 % aus selbst erzeugten erneuerbaren Energien.

Betriebliches Mobilitätsmanagement

Des Weiteren haben die Stadtwerke am Förderprojekt Mobil.Pro.Fit teilgenommen, ein vom Bundesumweltministerium gefördertes Projekt für Betriebliches Mobilitätsmanagement. Ziel ist, die klimafreundliche Mobilität im Unternehmen. Erste Maßnahmen wie die Anschaffung von sechs Pedelecs für Dienstfahrten, die Klimaneutralstellung dienstlicher Bahn- und Flugreisen oder die Einführung einer Mobilitäts- und einer Mitfahrplattform im Intranet sind bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt worden.