Jurypreis „Unternehmerische Verantwortung – regionales Engagement“ 2016

Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG

Die Gewinner des Jurypreises „Unternehmerische Verantwortung – regionales Engagement” (von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Joachim Link (geschäftsführender Gesellschafter) und Axel Bitzer (Leiter des Umwelt- und Sicherheitswesens)
Die Gewinner des Jurypreises „Unternehmerische Verantwortung – regionales Engagement” von links) mit Umweltminister Franz Untersteller: Joachim Link (geschäftsführender Gesellschafter) und Axel Bitzer (Leiter des Umwelt- und Sicherheitswesens)

Interstuhl ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen von der Schwäbischen Alb und ein international vertretener Fertigungsbetrieb für Büromöbel mit Schwerpunkt Bürostühle.

Unternehmensführung und Umweltmanagement

Interstuhl ist seit 20 Jahren EMAS-validiert, inzwischen auch zertifiziert nach der Energiemanagementnorm ISO 50001. Alle Interstuhl-Produkte erfüllen die Normen „schadstoffgeprüft der Landesgewerbeanstalt bzw. TÜV“, des Umweltzeichens „Blauer Engel“ und weiterer auch internationaler Zertifizierungen bzw. Nachhaltigkeitskriterien für Produkte. Die regionale Verwurzelung zeigt sich im Umweltbereich beispielsweise in einer Kooperation mit einem örtlichen Landwirt. Interstuhl nutzt die Abwärme aus seinem Blockheizkraftwerk.

Soziale Verantwortung

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter ist wichtig, deshalb führte Interstuhl ein Arbeitsschutzmanagement nach der britischen Norm OHSAS 18001 ein. Ein halbes Prozent des Umsatzes ist für die Förderung sozialer Projekte vorgesehen, beispielsweise

  • für in Not geratene Mitarbeiter,
  • für Gesundheitsangebote im Betrieb,
  • für sportliche und kulturelle Vereine sowie Schulen der Region und
  • für den Ganztageskindergarten, den auch Kinder eigener Mitarbeiter besuchen.

Interstuhl schützt und respektiert die Rechte der Arbeitnehmer auf lokaler und globaler Ebene. Zwangsarbeit oder Kinderarbeit wird in keiner Form unterstützt.

Auch behinderte Menschen finden einen Arbeitsplatz bei Interstuhl. Im Jahr 2015 betrug die Beschäftigtenquote 6,6 %. Darüber hinaus werden Aufträge an verschiedene Einrichtungen wie die Lebenshilfe und andere anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen vergeben. Die Kooperation betrifft die Herstellung von Stuhlkomponenten und inzwischen auch das Recycling.

Es werden etwa 5000 Stühle pro Jahr zurückgenommen. Die Rücknahme der Stühle erfolgt über Möbelspeditionen. REiNTEGRA, ein Sozialprojekt in Wien für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, kümmert sich um den Rückbau der Stühle. Die Bestandteile gelangen in die Kreislaufwirtschaft.

Interstuhl engagiert sich bei der Integration von Flüchtlingen und beschäftigt derzeit 12 Flüchtlinge.