Preisträger Industrie

Sedus Stoll AG, Waldshut

Sedus Stoll AG 700x360
Der Preisträger in der Kategorie Industrie Sedus Stoll AG mit Umweltminister Franz Untersteller (links)

Die Sedus Stoll AG ist Komplettanbieter von Büromöbeln und deckt die Sparten Büromöbel, Bürositzmöbel und Kommunikationseinrichtungen ab. Standorte befinden sich in Waldshut, Dogern und Geseke, darüber hinaus verfügt das Unternehmen über acht europäische Niederlassungen. Das Traditionsunternehmen blickt auf eine über 140-jährige Firmengeschichte zurück.

Ganzheitliches Managementsystem

Das Unternehmen mit Stammsitz am Hochrhein handelt bereits seit über 50 Jahren nach dem Credo: "Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern unverzichtbare Teile eines Ganzen". Als einer der ersten Betriebe in Baden-Württemberg hat die Sedus Stoll AG daher ein Umweltmanagementsystem eingeführt und ist seit 1995 nach der europäischen Ökoaudit-Verordnung EMAS validiert.

Zusätzlich liegt eine Zertifizierung nach der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 vor. Der Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements und die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichtes nach den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI) unterstreichen die Ausrichtung des Unternehmens nach den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung. Wesentlich ist für Sedus die ganzheitliche Betrachtung aller Unternehmensbereiche – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Verpackung und Logistik.

Umweltfreundliche Produktentwicklung

Bei der Produktentwicklung sind Langlebigkeit und Ressourceneffizienz wesentliche Kriterien. So sind bei der Sedus Stoll AG die Produkte auf lange Gebrauchsfähigkeit ausgelegt. Durch gute Zerlegbarkeit ist später ein optimales und sortenreines Recycling der Einzelkomponenten gewährleistet. Die konstruktive Gestaltung der Möbel erfolgt in der Art, dass diese auch nach Jahren repariert werden können. Reststoffe aus der Produktion weisen eine Verwertungsquote von 98 Prozent auf. Die Polster werden nicht geklebt und es wird kein Holzschutzmittel verwendet. In der Fertigung werden ausschließlich Hölzer aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz verarbeitet. Auf Tropenholz wird bewusst verzichtet. Bei der Auswahl der Zulieferer sind umweltverträgliches und nachhaltiges Handeln zentrale Auswahlkriterien. Für Hauptlieferanten gilt daher eine verbindliche Verpflichtung zur Nachhaltigkeit.

Starke Einbindung der Beschäftigten in Umweltschutzbemühungen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden über die monatliche Veröffentlichung der Daten zum Umweltmanagement im Intranet umfassend informiert. Zusätzlich werden Umweltziele abteilungsweise abgefragt. Über ein Betriebliches Vorschlagswesen mit Prämierungen können Vorschläge zum Umweltschutz im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses eingebracht werden. Gesundheitschecks und weitere Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements runden die Aktivitäten ab. Obwohl vor Ort eine relativ schlechte Verkehrsanbindung vorliegt, gibt Sedus einen Zuschuss zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Auf dem Firmengelände in Dogern existiert eine Bio-Gemüsegärtnerei, der von den Firmengründern dort angelegt wurde, um den Beschäftigten gesunde und ökologisch einwandfrei erzeugte landwirtschaftliche Produkte in der Firmenkantine anbieten zu können. Durch die Unterstützung des biologischen Landbaus wird neben einer gesunden Ernährung der Beschäftigten auch der Erhalt der Artenvielfalt auf dem Betriebsgelände und dem näheren Umfeld unterstützt.