Preisträger Handwerk

Rommel Präzisionsdrehteile GmbH, Gemmrigheim

Der Preisträger in der Kategorie Handwerk: Rommel Präzisionsdrehteile GmbH mit Umweltminister Franz Untersteller (links)

Die Firma Rommel Präzisionsdrehteile GmbH ist ein metallverarbeitender Familienbetrieb, der seit drei Generationen besteht und sich auf die Herstellung rotationssymmetrischer Präzisionsdrehteile spezialisiert hat. Bei der Fertigung nach Kundenvorgabe werden sämtliche Metalle, von Aluminium über Messing und Stahl bis hin zu Nirosta und Titan, auf Drehautomaten spanend bearbeitet.

Pionier auf dem Gebiet der ökologisch orientierten Unternehmensführung

Gemäß dem Motto „Wir stellen unsere (Um)Welt nicht auf den Kopf" wurde schon frühzeitig mit Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz begonnen. Bereits Mitte der 90er Jahre wurden erste Verbrauchszahlen dokumentiert, verglichen und ausgewertet.

Seit Ende 2001 ist das Umweltmanagement des Unternehmens erfolgreich sowohl nach der ISO-Norm 14001 zertifiziert als auch nach der europäischen EMAS-Verordnung validiert. Als nächsten Schritt verfolgt die GmbH die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 bis Ende 2013.

Energie- und ressourcenschonende Betriebsabläufe

Für das Unternehmen sind ressourcenschonende Betriebsabläufe, sparsamer Umgang mit Materialien und Stoffen sowie der Einsatz von innovativen Technologien elementare Bestandteile des betrieblichen Umweltschutzes.

Hervorzuheben ist der Einsatz einer Aufbereitungsanlage in der Metallspäne und Kühlschmieröle getrennt werden und dabei eine Volumenreduzierung um bis zu 50 Prozent stattfindet. Gleichzeitig werden die Bearbeitungsöle durch eine spezielle Filteranlage von Verunreinigungen befreit und das gefilterte Öl wird dem Produktionskreislauf wieder vollständig zugeführt. Die zerkleinerten Metallabfälle werden wiederum zur Herstellung von neuen Metall-Halbzeugen wiederverwendet.

Zum Einsparen von Heizenergie wird im Winter, mit Hilfe von Wärmetauschern, die Abwärme der Produktionsmaschinen der Heizungsanlage zugeführt. Durch ein ausgeklügeltes Luftleitsystems wird zusätzlich die warme, gereinigte Abluft von den Metallbearbeitungsmaschinen als Warmluftgebläse genutzt. Dadurch kann je nach Dauer der Heizperiode bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden.

Seit 2004 wird 100 Prozent regenerative Energie zugekauft und seit 2008 ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 50 kWp auf dem Hallendach des Unternehmens installiert. Durch diese Photovoltaikanlage wird eine zusätzliche CO2-Einsparung von etwa 30.000 kg/Jahr erzielt. All diese Maßnahmen führten dazu, dass im Jahr 2010 zum ersten Mal in der Firmengeschichte eine klima- bzw. CO2-neutrale Produktion erreicht wurde.

Umweltfreundliche Mobilität

Die Neugestaltung des Fuhrparks im Jahr 2011 stellte eine weiter wichtige Umweltschutzmaßnahme dar. Es wurden 100.000 Euro für einen Lieferwagen (Euronorm 5) und einem PKW (Euronorm 6) investiert. Für den innerbetrieblichen Transport werden Gabelstapler und Hubgeräte mit umweltfreundlichen batteriebetriebenen Elektromotoren eingesetzt.