Förderprogramm

„Kommunale Bioökonomie – Bioökonomiestrategien für urbane Räume“

Luftaufnahme einer Müllverbrennungsanlage mit angeschlossenem Klärwerk

Stichtag für die Einreichung der Anträge: Donnerstag, 8. Dezember 2022

Über die Hälfte der Bevölkerung Baden-Württembergs lebt bereits heute in urbanen Ballungsräumen. Experten erwarten, dass dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten weiter zunimmt. Kommunen planen und organisieren den Rahmen für das Leben der Menschen und der Befriedigung von deren Bedürfnissen in Feldern wie Wohnen, Energie, Konsum von Nahrung, Kleidung und Produkten oder Gesundheit. Hierdurch werden insbesondere größere Städte und umliegende Kommunen zu Dreh- und Angelpunkten von Stoffkreisläufen, da hier entsprechend auch die meisten Reststoffe und Abfälle nach dem Konsum von Produkten anfallen. Daraus ergeben sich Aufgaben der logistischen und raumordnerischen Planung, der Behandlung der Abfälle und Abwässer, des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel.

Darüber hinaus steuern Kommunen auch die Ansiedlung wirtschaftlicher Unternehmen und sind ab einer bestimmten Größe auch für Genehmigungen wie dem Betrieb von Anlagen oder fürs Bauen verantwortlich. Kommunen stellen also einen bedeutenden Akteur bei der biologischen Transformation des Wirtschaftens im urbanen Raum dar.

Ziel des Programms

Mit dem Förderprogramm „Kommunale Bioökonomie – Bioökonomiestrategien für urbane Räume“ unterstützt das Land urbane Ballungsräume oder große Kommunen, eine kommunale Bioökonomiestrategie zu entwickeln und erste konkrete Maßnahmen umzusetzen. Hierdurch soll eine kommunale Verankerung der nachhaltigen Bioökonomie in Baden-Württemberg vorangetrieben werden.

Was wird gefördert?

Die Bioökonomiestrategie soll dabei für einen ausgewiesenen urbanen Ballungsraum unter anderem folgende Punkte umfassen:

  • Potenziale zur Verankerung einer nachhaltigen Bioökonomie
  • Definition der Ziele mit Angabe der Planungshorizonte
  • Maßnahmenkatalog zur Erreichung dieser Ziele unter Einsatz eines bioökonomischen Managements und Wirtschaftens sowie ein Konzept zur Verankerung der Strategie in der Kommune
  • Ausblick auf die Verstetigung der biologischen Transformation zu einer nachhaltigen Bioökonomie.

Wer wird gefördert?

Mit der Ausschreibung unterstützt das Land in den nächsten zwei Jahren urbane und industrielle Ballungsräume oder große Kommunen (über 200.000 Einwohnerinnen und Einwohner) in Baden-Württemberg mit 1,1 Millionen Euro bei ihrem Weg hin zu einer bioökonomischen Transformation.

Der vorliegende Aufruf richtet sich an kommunale Gebietskörperschaften sowie Regionalverbände, Zweckverbände und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung in Baden-Württemberg, die sich für regionale Entwicklung einsetzen.

Bis wann können Anträge eingereicht werden?

Die Frist für die Einreichung von Anträgen ist Donnerstag, 8. Dezember 2022.

Wo finde ich weitere Informationen zum Förderprogramm?

Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite des Projektträgers Karlsruhe.