Per- und polyfluorierte Chemikalien

PFC-Belastung in Baden-Baden und im Landkreis Raststatt

In der Region Rastatt/Baden-Baden und in Mannheim wurden mehrere hundert Hektar Ackerfläche und infolgedessen teilweise Grundwasser mit poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC) verunreinigt. Die künstlich hergestellten Stoffe sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Das Land hat seit Herbst 2013 Kenntnis von der Verunreinigung; Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr wurden rasch umgesetzt. An langfristigen Lösungsstrategien zum Umgang mit dem PFC-Schaden wird mit Hochdruck auf verschiedenen Ebenen gearbeitet.

Für die Bevölkerung besteht nach aktuellem Wissensstand weder eine Gefährdung durch Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung noch durch den Verzehr von Lebensmitteln, die in der Region angebaut werden.

Finanzierung der Kosten

Das Land hat der Stadt Baden-Baden bereits vorläufig Kosten für vorbereitende Maßnahmen zur Schadensabwehr erstattet. Außerdem hat das Land beispielsweise das Vorerntemonitoring mit mittlerweile mehr als einer Million Euro finanziert. Ein Modellvorhaben zur Grundwassersanierung wurde mit fast 900.000 Euro und eine Reihe weiterer Forschungs- und Untersuchungsprojekte zu PFC mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro unterstützt. Die Aufwendungen des Landes im Zusammenhang mit der PFC-Verunreinigung belaufen sich auf knapp 4 Millionen Euro.

Eine Garantenstellung des Landes ist jedoch nicht gegeben. Die geschädigten Wasserversorger können zivilrechtliche Schadenersatzansprüche geltend machen.