Verunreinigung des Bodens

Altlasten

Schrott

Weit über 100 Jahre Produktion, Verarbeitung und Konsum von industriellen und gewerblichen Produkten sowie die Beseitigung entstandener Abfälle haben ihre Spuren im Boden und Grundwasser hinterlassen. Gefährliche Stoffe sind durch Unkenntnis und Nachlässigkeit, aber auch durch bewusstes Handeln im Untergrund versickert oder entsorgt worden. All dies hat zu einer Vielzahl von Altlasten in Baden-Württemberg geführt. 

Altlasten sind Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren hervorgerufen werden. Die wichtigsten und am häufigsten gefundenen Schadstoffgruppen sind leichtchlorierte Kohlenwasserstoffe (LHKW), aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX), Mineralöle (MKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle.

Grundlage der systematischen Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg ist die 1988 vom Ministerrat beschlossene „Konzeption zur Behandlung altlastverdächtiger Flächen und Altlasten”. Das Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17.03.1998 (BGBl. I S. 502) und das Landes-Bodenschutz- und Altlastengesetz vom 14.12.2004 (GBl. S. 908) bilden die rechtliche Grundlage für Behörden, Sanierungspflichtige und beauftragte Firmen. 

Risiken

Neben den Gefahren und Risiken, die von Altlasten für die Schutzgüter Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer sowie für die Flora und Fauna ausgehen können, sind als weitere Punkte die Gefahr für die menschliche Gesundheit, die Gefahr für die Bausubstanz durch Setzungsschäden an Gebäuden sowie die rechtlichen und finanziellen Risiken beim Erwerb belasteter Grundstücke zu nennen.