Förderwettbewerb

„Natur nah dran 2.0“ – Erfolgreiche Ideen für mehr biologische Vielfalt

Logo des Förderwettbewerbs „Natur nah dran“. (Bild: NABU Baden-Württemberg)
Hummeln und andere Tiere finden auf den „Natur nah dran“-Flächen reichlich Nahrung.
Hummeln und andere Tiere finden auf den „Natur nah dran“-Flächen reichlich Nahrung.
Auf den „Natur nah dran“-Flächen kommen Wildpflanzen zum Einsatz, die zum jeweiligen Standort passen.
Auf den „Natur nah dran“-Flächen kommen Wildpflanzen zum Einsatz, die zum jeweiligen Standort passen.
Blühende „Natur nah dran“-Fläche: Je nach Jahreszeit dominieren unterschiedliche Blühaspekte.
Blühende „Natur nah dran“-Fläche: Je nach Jahreszeit dominieren unterschiedliche Blühaspekte.
In der Umbauphase informieren Schilder darüber, was auf den Flächen passiert.
In der Umbauphase informieren Schilder darüber, was auf den Flächen passiert.

Städte und Gemeinden sind wichtige Partner, um die Biodiversität in Baden-Württemberg zu erhalten. Deshalb unterstützt das Land kommunale Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit dem Förderwettbewerb „Natur nah dran“ in einer zweiten Projektrunde.

Mit dem Projekt, das der Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg betreut, werden in den kommenden fünf Jahren insgesamt 75 Städte und Gemeinden bei der Umwandlung innerörtlicher Freiflächen in naturnahe, artenreiche Grünanlagen gefördert. Aktuell läuft der zweite Aufruf: Bis zum 31.12.2022 können sich erneut 15 Kommunen um eine Teilnahme bewerben. Sie erhalten bis zu 15.000 Euro und legen gemeinsam mit dem NABU und mit Unterstützung des Umweltministeriums wertvolle Biotope an.

Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen

Kommunen, aber auch private Grünflächenbesitzer soll das Projekt dazu motivieren, öffentliche Grünflächen im Siedlungsraum naturnah umzugestalten. Der NABU Baden-Württemberg berät dabei die teilnehmenden Kommunen und unterstützt – von der Planung und Realisierung der naturnahen Flächen, über die Beschaffung von gebietsheimischem Saat- und Pflanzgut bis hin zur Schulung von kommunalen Bediensteten.

Ein wichtiger Baustein wird unter anderem die Vernetzung der geförderten Kommunen über eine projektinterne Internetseite sein, um die Steuerung und Moderation durch den NABU zu erleichtern. Des Weiteren werden die geförderten Flächen nachbetreut und evaluiert, um diese langfristig insektenfreundlich entwickeln zu können.

Ziel des Projekts ist es, Tieren und Pflanzen einen Lebensraum im Wohnumfeld des Menschen zu bieten. Die biologische Vielfalt wird gefördert und die Lebensqualität der Bevölkerung (verbessertes Klimas, gesteigerter Erlebniswert) erhöht.

Bewerbung und Förderung

In den ersten fünf Projektjahren war der Zuspruch an der Teilnahme zum Projekt überwältigend groß. Deshalb hat das Umweltministerium die Zahl der geförderten Kommunen für die zweite Projektrunde nochmals erhöht: Bis 2027 werden nun jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert. Dafür haben sich auch Städte- und Gemeindetag eingesetzt. Jede erfolgreich teilnehmende Stadt oder Gemeinde erhält auch in der zweiten Staffel eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 15.000 Euro.

Zur Bewerbung reicht eine Kommune lediglich ein kurzes Motivationsschreiben, das ausgefüllte Bewerbungsformular und einen Plan ein, auf dem bis zu fünf Flächen zur Umgestaltung markiert sind. Dies geht per Post an den NABU Baden-Württemberg, Stichwort „Natur nah dran“, Tübinger Straße 15, 70178 Stuttgart oder per E-Mail an Naturnahdran@NABU-BW.de.

Online-Bewerbungssprechstunde

Für Kommunen findet am 6. Oktober 2022 von 10 bis 11.30 Uhr eine Online-Sprechstunde statt, in der das NABU-Team Fragen zum Bewerbungsverfahren beantwortet. Interessierte Mitarbeitende der Städte und Gemeinden können sich dazu ab sofort anmelden unter www.NABU-BW.de/anmel­dung

Erste Projektrunde abgeschlossen

Im Verlauf der ersten Projektrunde waren insgesamt 336 Bewerbungen aus 229 unterschiedlichen Kommunen eingegangen. Damit haben rund ein Fünftel aller Kommunen im Land teilgenommen. 61 Kommunen wurden gefördert. Sie erhielten für ihre Maßnahmen Gelder in Höhe von maximal 15.000 Euro pro Gemeinde. Sie haben bereits mehr als 230.000 Quadratmeter naturnah umgestaltet – die Hälfte davon zusätzlich zu den geförderten Flächen auf eigene Initiative hin.

Das Projekt wurde auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes umgesetzt.

Filme zu „Natur nah dran“-Projekten auf Youtube

„Natur nah dran“ – ein Jahr in 90 Sekunden

Impressionen aus den `Natur nah dran`-Kommunen