Europäischer Wolf - Canis lupus lupus

Der Wolf in Baden-Württemberg

Die Wolfspopulationen in Europa wachsen und breiten sich wieder aus. Nachdem seit dem Jahr 2015 auch in Baden-Württemberg einzelne Wölfe nachgewiesen wurden, haben sich inzwischen zwei Wölfe im Schwarzwald niedergelassen. Der Wolf ist eine nach nationalem und internationalem Recht streng geschützte Art. Zugleich stellt er eine Bedrohung für Weidetiere in Baden-Württemberg dar. Die Landesregierung sucht daher gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Jagd, Landwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung und Wissenschaft nach pragmatischen Lösungen für die Herausforderungen, die die Rückkehr des Wolfes mit sich bringen. Innerhalb des „Fördergebietes Wolfprävention“ fördert das Land die Anschaffung von Weidezäunen und Herdenschutzhunden.

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Informationsver­anstaltungen zum Wolf im Schwarzwald

Im November 2020 bietet das Ministerium in Kooperation mit der FVA Baden-Württemberg Veranstaltungen zum Wolf im Schwarzwald an. An sechs Orten haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich über das neu ausgewiesene Fördergebiet Wolfsprävention zu informieren und sich mit Fachleuten auszutauschen. Anmeldeschluss ist Donnerstag, 5. November 2020. Die Teilnahme ist kostenfrei.

  • Zusammenarbeit

Länderübergreifendes Konzept zum Umgang mit Wölfen

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland arbeiten künftig eng beim Umgang mit Wölfen zusammen. Geplant ist ein länderübergreifendes Konzept, um das Wolfsmanagement zu erweitern und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und der Landwirtschaft Rechnung zu tragen.

 

Kooperationsvereinbarung [03/18; 356 KB] 

  • FAQ

Der Wolf in Baden-Württemberg – Fragen und Antworten

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Wolf in Baden-Württemberg für Sie zusammengestellt. Neben allgemeinen Informationen über das Tier, dessen Verhalten und Lebensraum finden Sie hier Fragen, die sich mit dem Zusammentreffen von Wolf und Mensch und Wolf und Nutztieren auseinandersetzen. Außerdem erläutern wir, was das Land für den Schutz der Weidetiere unternimmt.

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  • Kontakt

Ihre Ansprechpartner im Wolfsmanagement

Wo melde ich einen Nutztierriss? Wo stelle ich Anträge zu geförderten Herdenschutzmaßnahmen? Wer berät mich bei Herdenschutzmaßnahmen? Wir haben Ihnen die Ansprechpartner im Wolfsmanagement in Baden Württemberg zusammengestellt.

  • Zum Herunterladen

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfs nach Baden-Württemberg

Der Handlungsleitfaden Wolf informiert über die Lebensweise und Lebensraumansprüche des Wolfs. Er beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Abläufe sowie die Überwachung von Wölfen, das sogenannte Monitoring.
 

Leitfaden [1/18; 1,6 MB]

  • SCALP-Kriterien

Eindeutige Nachweise (C1) zu Wölfen in Baden-Württemberg

Hinweise zu Wölfen werden nach den sogenannten SCALP-Kriterien bewertet. C1-Nachweise bestätigen demnach zweifelsfrei die Anwesenheit eines Wolfes – sei es durch genetische Untersuchungen, Film- und Fotoaufnahmen oder wenn ein totes Tier entdeckt wird. Diese Nachweise haben wir Ihnen in einer Tabelle zusammengestellt. Hier sehen Sie, wann und wo Wölfe im Land aufgetaucht sind.

  • Verhaltenshinweise

Was tun, wenn Sie einem Wolf begegnen?

Grundsätzlich stellen Wölfe keine Gefahr für den Menschen dar. Wölfe kommen nur in sehr geringen Dichten vor und vermeiden als vorsichtige Tiere gewöhnlich eine direkte Begegnung mit Menschen. Da sie Menschen bereits über große Distanzen wahrnehmen, ist eine Begegnung zwischen Mensch und Wolf daher auch in Wolfsgebieten eine Seltenheit. Was ist zu beachten, falls dennoch Mensch und Wolf zusammentreffen? Wir haben Ihnen Verhaltenshinweise zusammengestellt.

Eine Herde Schafe im Biosphärengebiet Schwarzwald (© Emmler/RP Freiburg)
  • Hinweise für Halterinnen und Halter

Nutztiere schützen

Sofern das Auftauchen eines Wolfs bestätigt wird, sollten Tierhalter in der betroffenen Region folgende Maßnahmen ergreifen, um Angriffe auf ihre Nutztiere zu verhindern. Im so genannten Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald, in dem zwei Wölfe sesshaft geworden sind, unterstützt das Land Maßnahmen finanziell.

  • Wolf

Umweltministerium bietet Infoveranstaltungen im Schwarzwald zum Wolf an

An sechs Orten im November werden sich Fachleute im neu ausgewiesenen Fördergebiet mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort austauschen.

  • Wolf

Wolf reißt Reh im Gemeindegebiet von Mudau

Die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt gehen davon aus, dass es sich bei dem Wolf um den Rüden GW1832m handelt.

  • Wolf

Erneut Wolfsnachweis im Neckar-Odenwald-Kreis

Foto aus der Fotofalle wird als eindeutiger Beleg gewertet. Ob sich der Wolf nach wie vor in der Gegend befindet, lässt sich nicht sagen.

  • Herdenschutz

Erfolgreiches Projekt für besseren Herdenschutz

Landesschafzuchtverband und Naturschutzbund beenden gemeinsames Herdenschutzprojekt. 300.000 Euro Förderung vom Umweltministerium.

  • Wolf

DNA-Analyse eindeutig: Wolf hat Schafe im Neckar-Odenwald-Kreis gerissen

Der Wolf ist männlich, war bisher in Deutschland noch nicht erfasst und wird der Alpen-Population oder italienischen Population zugeordnet.

  • Wolf

Online-Konferenz zum Wolfsmanagement des Landes

Das Umweltministerium informiert über notwendigen Herdenschutz, Förderung und Umgang mit den zwei in Baden-Württemberg ansässigen Wölfen.

  • Herdenschutz

Drei gerissene Schafe im Neckar-Odenwald-Kreis

Auf der Gemarkung der Gemeinde Mudau im Neckar-Odenwald Kreis wurden drei tote Schafe gefunden. Ein Wolfsangriff wird nicht ausgeschlossen.

  • Wolf

Wildkamera zeichnet Wolf im Odenwald auf

Ob sich das Wildtier noch in der Region um Mudau aufhält oder bereits weitergezogen ist, lässt sich nicht sagen. Mudau liegt außerhalb des Fördergebiets (Wolfsprävention Schwarzwald).

  • Wolf

Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald offiziell ausgewiesen

Ab sofort gilt es, Schafe, Ziegen und Gehegewild im gesamten Naturraum Schwarzwald mit einem wolfsabweisenden Grundschutz zu sichern.

  • Wolf

Fördergebiet Wolfsprävention wird erweitert

Das Umweltministerium weitet seine Förderaktivitäten für den wolfsabweisenden Herdenschutz aus. Der gesamte Naturraum Schwarzwald wird Fördergebiet.

  • Wolf

Wolfsnachweis in Limbach (Neckar-Odenwald-Kreis)

In der Gemeinde Limbach wurden Fotos von einem Tier gemacht, das die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt eindeutig als Wolf identifiziert haben.

  • Wolf

Im Land gibt es einen zweiten residenten Wolf

Im Südschwarzwald hat sich der Rüde GW1129m niedergelassen. „Wir werden nun zeitnah eine weitere Förderkulisse ausweisen“, sagt Umweltminister Franz Untersteller.

  • Wolf

Ausgleichsfonds Wolf wird fortgeführt

Nutztierhaltende im Land erhalten auch zukünftig einen Schadensausgleich für von einem Wolf getötete oder tödlich verletzte Weidetiere.

  • Wolf

Mehr Geld für wolfsabweisenden Herdenschutz

Umweltministerium unterstützt Anschaffung von wolfsabweisenden Zäunen innerhalb der Förderkulisse Wolfsprävention ab sofort zu 100 Prozent.

  • Schaf

Todesursache lässt sich nicht mehr rekonstruieren

Wie das tot aufgefundene Schaf in Münstertal ums Leben gekommen ist, lässt sich nicht mehr nachverfolgen.

  • Wolf

Plausibler Wolfsverdacht in Frankenhardt

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich im Landkreis Schwäbisch Hall ein Wolf aufgehalten hat, teilen die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt mit.

  • Wolf

Möglicherweise gerissenes Schaf im Münstertal gefunden

Untersuchungen durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg sollen genauere Erkenntnisse bringen, ob das Tier von einem Wolf gerissen wurde.

  • Wolf

Erneuter Wolfsnachweis im Südschwarzwald

Ein am 17. Mai 2020 bei Vöhrenbach im Schwarzwald-Baar-Kreis aufgenommenes Video zeigt eindeutig einen Wolf. Das Individuum lässt sich nicht bestimmen.

  • Wolf

Wolf tötet zwei Ziegen in Münstertal

Die Analyse des Senckenberg-Instituts ergibt, dass ein Wolf aus dem Alpenraum die beiden Nutztiere gerissen hat.

  • Wolf

Wolfsrüde GW1129m zum zweiten Mal im Südschwarzwald nachgewiesen

Zwei Losungen in Schluchsee legen nahe, dass im Land ein zweiter Wolf leben könnte.

  • Wolf

Erneut Wolf bei Schluchsee nachgewiesen

Am 20. April ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage im Gebiet der Gemeinde Schluchsee ein Wolf in eine Fotofalle getappt.

  • Wolf

Zwei Ziegenrisse bei Münstertal

Wolf oder Hund? Klarheit kann erst die genetische Untersuchung der Rissabstriche im Senckenberg-Institut schaffen.

  • Wolf

Wolfsnachweise auf Gebiet der Gemeinde Schluchsee

Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt bestätigen Tier auf einem Fotofallenbild vom 15. April eindeutig als Wolf.

  • Wolf

Wolfsverdacht in der Gemeinde Wald

Die Qualität der Aufnahmen lassen keinen eindeutigen Nachweis zu. Das Tier zeigt allerdings ein für Wildtiere typisches Verhalten.

  • Wolf

Senckenberg-Institut bestätigt Wolfsverdacht

Die am 9. März in der Region Villingen-Schwenningen sichergestellten Spuren stammen von einem Wolf. Das hat jetzt eine Gen-Analyse bestätigt.