Artenschutz

„Feuerwehr-Programm“ Amphibienschutz

Grasfrosch (Rana temporaria)
Grasfrosch (Rana temporaria)

Das „Feuerwehr-Programm“ Amphibienschutz hat zum Ziel, die zunehmend prekäre Situation der Amphibien im Land zu verbessern. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des Umweltministeriums und der Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND e. V., Landesverband Baden-Württemberg, NABU – Naturschutzbund Baden-Württemberg und dem Amphibien-Reptilien-Biotopschutz Baden-Württemberg e. V..

Bedrohung unserer heimischen Amphibien

Anlass für diese Initiative sind die teils massiven Bestandseinbrüche der vergangenen Jahre, auch bei ehemals häufigeren Arten wie der Erdkröte und dem Grasfrosch. Ein negativer Trend zeigt sich bei insgesamt 14 der 19 heimischen Arten. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Insbesondere der Klimawandel, der zunehmende Straßenverkehr, die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft sowie die Zerschneidung der Amphibienquartiere haben dazu geführt, dass die Lage für Amphibien im Land inzwischen als kritisch einzustufen ist.

Pflege und Sanierung von 220 Gewässerkomplexen

Schwerpunkt des Projektes ist es, Gewässer und Gewässerkomplexe in Baden-Württemberg zu sanieren und amphibiengerecht zu gestalten. Als Sofortmaßnahme wird hierfür die landesweite Pflege und Sanierung von rund 220 Gewässern, je fünf pro Stadt- und Landkreis, angestoßen und koordiniert. Dazu finanziert das Umweltministerium für zwei Jahre eine Vollzeitstelle in Trägerschaft des BUND. In einem nächsten Schritt soll dann ein umfassendes Artenschutzkonzept entwickelt werden.

Es geht darum, den Bestand seltener und bereits gefährdeter Arten zu erhalten, aber auch darum, die Lebenssituation aller Amphibien im Land zu generell zu verbessern. Hierfür setzt das Umweltministerium auf eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren, darunter die Landschaftserhaltungsverbände, Städte und Gemeinden, Behörden sowie die vielen ehrenamtlich Engagierten vor Ort.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie zukünftig auf der Internetseite des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND e. V., Landesverband Baden-Württemberg.