Organisation und Zuständigkeit

Verantwortlichkeit in den Betrieben

Der Genehmigungsinhaber, bei dem es sich in der Regel um den Betriebsinhaber oder Arbeitgeber handelt, ist im Sinne der Strahlenschutzverordnung Strahlenschutzverantwortlicher. Er kann Aufgaben, die sich aus den gesetzlichen Regelungen und der Genehmigung ergeben, in Teilen betriebsintern an Strahlenschutzbeauftragte delegieren, ohne jedoch die Gesamtverantwortung hierfür abzugeben.

Zu den grundsätzlichen Pflichten eines Strahlenschutzverantwortlichen zählen beispielsweise:

  • geeignete Räume, Ausrüstungen und Geräte bereit zu stellen,
  • Regelungen für die Betriebsabläufe zu erstellen,
  • die Verfügbarkeit von besonders ausgebildetem Personal zu prüfen.

Die Planung und Durchführung von Strahlenschutzmaßnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Regelungen während des Umgangs oder Betriebs kann der Strahlenschutzverantwortliche an Strahlenschutzbeauftragte übertragen. Deren Aufgabe erfordert ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Fachkompetenz und Verantwortungsgefühl. Zu Strahlenschutzbeauftragten dürfen deshalb nur Personen bestellt werden, die die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz nachweisen können.

Darüber hinaus müssen bei bestimmten Tätigkeiten (zum Beispiel einer medizinischen Anwendung) besondere Berufsabschlüsse (zum Beispiel Approbation als Arzt) nachgewiesen werden. Wird vom Strahlenschutzverantwortlichen kein Strahlenschutzbeauftragter bestellt, muss der Strahlenschutzverantwortliche (Genehmigungsinhaber) selbst die Fachkunde im Strahlenschutz und die entsprechende Berufsausbildung besitzen und nachweisen.