Überwachung in der Industrie und Medizin

Besondere Vorkommnisse

Durch menschliche, technische oder organisatorische Fehler können trotz Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen Situationen eintreten, in denen die Gesundheit von Personen und die Umwelt beeinträchtigt und Sachgüter beschädigt werden – sei es beim Umgang mit radioaktiven Stoffen, bei deren Beförderung oder dem Betrieb einer Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlen. Um solche so genannten „besonderen Vorkommnisse“ und deren Ausmaß ein- und begrenzen zu können, ist es wichtig, die für den Strahlenschutz zuständige Aufsichts- und Genehmigungsbehörde frühzeitig zu benachrichtigen.

Die Behörde kann Schutzmaßnahmen veranlassen und durch ihren Sachverstand wesentlich dazu beitragen, das Ereignis zu bewältigen. Sie leitet außerdem die Informationen an andere Behörden weiter. So können auch weitere Betroffene auf das Vorkommnis aufmerksam gemacht und entsprechend vorgewarnt werden.

Die Meldekette erstreckt sich dabei von der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde (in Baden-Württemberg die Regierungspräsidien), über die oberste Landesbehörde (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) zum Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das BMUB informiert im Bedarfsfall die zuständigen Aufsichtsbehörden in den anderen Bundesländern und Staaten. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Behörden fließen in die Fortentwicklung der Schutzvorschriften ein. So verbessert sich der Schutz vor besonderen Vorkommnissen immer mehr.