Natürliche Radioaktivität

NORM (Naturally Occuring Radioactive Material)

Rohstoffe (z. B. Erze, Erdöl, Erdgas, Kohle) enthalten natürlich vorkommende radioaktive Stoffe (z. B. Uran, Thorium, Radium), die sich bei der industriellen Verwertung unbeabsichtigt in Prozessen und Stoffströmen anreichern oder in Anlagenteilen ablagern. Die Anreicherungen oder Ablagerungen können dazu führen, dass Beschäftigte einer erhöhten Strahlenexposition ausgesetzt sind und Materialien mit erhöhter natürlicher Radioaktivität anfallen und zurückbleiben, die aus Sicht des Strahlenschutzes nicht vernachlässigt werden können. Als Maßstab gilt ein Richtwert für die effektive Dosis einer Einzelperson der Bevölkerung von 1 Millisievert pro Kalenderjahr (fachliche Begründung).

In verschiedenen Forschungsvorhaben konnten Arbeitsplätze und NORM-Rückstände identifiziert werden, bei denen zum Schutz von Beschäftigten und der Bevölkerung Maßnahmen des Strahlenschutzes nötig sein könnten. Erfordernis und Umfang hängen von den jeweiligen Prozessabläufen in den Betrieben und der Art und Menge der jeweils anfallenden NORM-Rückstände ab.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) informiert auf seiner Seite ausführlich über NORM-Rückstände, die in der Industrie anfallen. Das BfS stellt weiterführende Literatur und Untersuchungsberichte von Forschungsvorhaben und eine Hilfestellung für die Dosisabschätzung an Arbeitsplätzen zur Verfügung.