Radioaktivität und ionisierende Strahlung

Die Wirkung der Strahlung auf den Menschen

Die Strahlenexposition entsteht bei der Einwirkung ionisierender Strahlung auf den menschlichen Körper. Die äußere Strahlenexposition ist die Bestrahlung des Körpers von außen, die innere Strahlenexposition entsteht durch Aufnahme radioaktiver Stoffe in den Körper, d. h. durch Inkorporation. Die Inkorporation kann durch Ingestion (Aufnahme von beispielsweise Kalium-40 über die Nahrung), Inhalation (Aufnahme von Radon-226 über die Atemwege) aber auch durch Wunden erfolgen.

Sichtbare, schnell auftretende Schäden des menschlichen Gewebes, sogenannte deterministische Strahlenschäden treten auf, wenn die Strahlendosis einen Schwellenwert von ca. 500 Millisievert (mSv) überschreitet. Es kann aber auch zu langfristigen Schäden kommen, den sogenannten stochastischen Strahlenschäden, die noch nach Jahren z. B. zu Krebserkrankungen führen können. Auch genetische Schäden können auftreten, wenn die ionisierende Strahlung auf Keimdrüsen oder Keimzellen trifft. Für die stochastischen und genetischen Schäden können keine Schwellenwerte angegeben werden.