ZWISCHENLAGERUNG KONDITIONIERTER ABFÄLLE

Zwischenlager Obrigheim

Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zur Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente in einem Zwischenlager am Standort gemäß § 6 AtG wurde beim Bundesamt für Strahlenschutz gestellt. Die am Standort noch vorhandenen abgebrannten Brennelemente lagern derzeit im Nasslager im Notstandsgebäude. Am 15.01.2007 wurde vom Betreiber des KWO beim zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ein überarbeiteter Antrag auf Genehmigung eines Standort-Zwischenlagers gestellt. Das Konzept sieht ein Zwischenlager ähnlich wie am Standort Philippsburg vor. Im Oktober 2008 wurde von der Genehmigungsbehörde (BfS) der Erörterungstermin durchgeführt.

Im Jahr 2013 hat die EnBW einen Antrag auf Überführung der KWO-Brennelemente in das Zwischenlager GKN beim Bundesamt für Strahlenschutz beantragt. Das Genehmigungsverfahren für das Standort-Zwischenlager KWO ruht seitdem.

Reststoffbearbeitungszentren und Standortabfalllager

Beim Rückbau der Kernkraftwerke fallen größere Mengen schwach- und mittelradioaktive Abfälle an. Für die Abwicklung des Abbaus sind an den Kernkraftwerksstandorten neue logistische Einrichtungen zur Bearbeitung, Behandlung und Konditionierung der abgebauten Anlagenteile sowie zur Lagerung der anfallenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle erforderlich, bis diese in ein entsprechendes Endlager verbracht werden können.

In den Reststoffbearbeitungszentren (RBZ) kann das Abfallvolumen auf ein Minimum reduziert werden. Ein wesentlicher Teil der Reststoffe kann danach dem Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Die verbleibenden radioaktiven Abfälle gehören in die Klasse der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle.

Für diese Abfälle hat die EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) an den Standorten Neckarwestheim und Philippsburg Zwischenlager, sogenannte Standortabfalllager (SAL) errichtet. Das Umweltministerium hat die für den Umgang mit radioaktiven Stoffen in den Reststoffbearbeitungszentren und Standortabfalllägern notwendigen Genehmigungen nach § 7 der Strahlenschutzverordnung am 17.12.2018 erteilt. Der Betreiber plant, die Reststoffbearbeitungszentren und Standortabfallläger 2019 in Betrieb zu neh-men.