KKP BE wird eingebracht in Castor

Entsorgung

Der Betreiber einer kerntechnischen Anlage ist nach § 9a des Atomgesetzes verpflichtet, dafür zu sorgen, dass anfallende Reststoffe sowie aus- oder abgebaute Anlagenteile entweder schadlos verwertet oder als radioaktive Abfälle geordnet beseitigt werden. Bis zur Abgabe an ein Endlager sind die radioaktiven Abfälle zwischenzulagern. Dem Bund obliegt die Einrichtung von Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle, während die Länder für die Abfallverarbeitung und Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle aus dem nicht kerntechnischen Bereich (z. B. für radioaktive Abfälle aus Krankenhäusern, Industrie, Gewerbe) Landessammelstellen einrichten. Bund und Land können sich zur Erfüllung ihrer Pflichten Dritter bedienen. 

  • Verwertung und Beseitigung

Herausgabe

Materialien, die aufgrund der Betriebshistorie, des Herkunftsorts und der Nutzung nicht mit radioaktiven Stoffen kontaminiert sein können, unterliegen nicht der strahlenschutzrechtlichen Überwachung. Sie können in den allgemeinen Materialkreislauf zurückgegeben werden. Hier spricht man von Herausgabe.

Freimessanlage im Kernkraftwerk Obrigheim (Foto: EnBW Kernkraft GmbH)
  • Verwertung und Beseitigung

Freigabe

Die Strahlenschutzverordnung regelt im Paragrafen 29 den Umgang mit schwach kontaminierten Abfällen, bei denen die vorhandene Kontamination vernachlässigbar ist. Deshalb können sie in den allgemeinen Materialkreislauf zurückgegeben werden. Dieses Verfahren wird Freigabe genannt.

Castoren im Zwischenlager des Kernkraftwerks Neckarwestheim (Bild: © ENBW)
  • Einteilung nach Gefährlichkeit

Radioaktive Abfälle

Bei radioaktiven Abfällen wird zwischen hochradioaktiven sowie schwach- und mittelradioaktiven Abfällen unterschieden. Abhängig von ihrer Gefährlichkeit müssen diese Abfälle für die Endlagerung aufbereitet (= konditioniert) werden. Für hochradioaktive Abfälle ist die direkte Endlagerung vorgeschrieben.

Zwischenlager des Kernkraftwerks Philippsburg (Bild: EnBW Kernkraft GmbH)
  • Vor Abgabe an ein Endlager

Zwischenlagerung der Abfälle

Alle Abfälle aus Kerntechnik, Medizin und Gewerbe müssen so lange zwischengelagert werden, bis sie in ein entsprechendes Endlager gebracht werden können. Erfahren Sie hier mehr über die Lagerung von Brennelementen, Zwischenlager und die Standortabfalllager. 

Gabelstapler (Foto: Bundesamt für Strahlenschutz)
  • Sichere Entsorgung

Endlagerung radioaktiver Abfälle

Für abgebrannte Brennelemente ist die direkte Endlagerung der einzig zulässige Entsorgungsweg. Bisher gibt es noch kein betriebsbereites Endlager. Die Endlagerkommission hat Mindestanforderungen und Auswahlkriterien für einen Endlagerstandort vorgeschlagen.