Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Planet Erde

Bildmappe Ressourcen schonen

Ressourcen schonen

Menschliches Leben ist ohne Nutzung und Verbrauch von Ressourcen nicht möglich. Umfang und Art des Verbrauchs bestimmen den Grad der Umweltbelastung. Ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen der Erde steht daher im Zentrum jeder nachhaltigen Umweltpolitik.

Unsere natürlichen Ressourcen sind vielfältig. Rohstoffe, aber auch Wasser, Boden, Wind und Sonnenstrahlung gehören dazu. Genauso wie die Artenvielfalt oder die Kapazität der Natur, Schadstoffe aufzunehmen. Wir unterscheiden Ressourcen, die sich nicht nachbilden (beispielsweise Erze und Kohle) und erneuerbare Ressourcen (zum Beispiel Holz, Sonne, Wasser, Erdwärme), die wieder nachwachsen oder von neuem entstehen.

Innovative Material- und Fertigungstechniken in der Produktion, die Einführung von betrieblichen Umweltmanagementsystemen und die Bereitschaft von Industrie und Gewerbe, Verantwortung für Produkte zu übernehmen - etwa gebrauchte Produkte zurückzunehmen, um noch nutzbare Bestandteile wieder zu verwenden beziehungsweise zu recyceln oder das Produkt zu reparieren — liefern enorme Potenziale, Ressourcen zu schonen und effizient einzusetzen.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Die Erde bei Nacht

Bildmappe: Die Erde bei Nacht

Moderne Lebensstile

Ökologisches Bewusstsein ist eine Grundvoraussetzung für ein umweltfreundliches Verhalten. Aktuelle Umfragen belegen, dass es in Deutschland weiterhin ein hohes Umweltbewusstsein gibt. Eine intakte Umwelt ist also nach wie vor für viele Menschen ein wichtiger Wert.

Schwieriger wird es, wenn man der Frage nachgeht, ob sich diese Haltung auch in einem entsprechenden Verhalten im Alltag fortsetzt. Hier ist dann festzustellen, dass vorrangig andere Werte, wie Erlebnis- und Spaßorientierung, Selbstverwirklichung und Luxus den Alltag vieler Menschen prägen – zum Beispiel bei der Produktwahl, beim Energieverbrauch, bei der Freizeitgestaltung oder beim Mobilitätsverhalten.

Kleine Beiträge – große Wirkung

auf Stand-by-Schaltung verzichten ++ mit Deckel kochen ++ energiesparende Leuchtmittel benutzen ++ Stoßlüften statt Straße heizen ++ langlebige Produkte kaufen statt ex und hopp ++ energiesparend Autofahren ++ Plastiktüten vermeiden ++ Recycling-Papier verwenden ++ im Wertstoffhof entsorgen, nicht im Wald ++ duschen statt baden ++ Fahrgemeinschaften bilden ++ heimische Produkte kaufen ++ auf Produkte mit dem „Blauen Engel“ achten ++ schadstoff- und lösemittelarme Farben verwenden ++ Regenwasser statt Trinkwasser für den Garten ++ öfter mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil sein ++ Lärm vermeiden – der Ruhe eine Chance geben ++ auch mal Urlaub vor der Haustür machen statt Last-Minute in die Ferne reisen

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Der Meeresspiegel steigt

Der Meeresspiegel steigt

Globale Erwärmung

Im Jahr 2007 betrug der weltweite Kohlendioxid-Ausstoß rund 29 Milliarden Tonnen. Wenn wir nicht bald handeln, könnte sich der Ausstoß bis zum Jahr 2050 mit weitreichenden Folgen für unseren Planeten verdoppeln. Wird der Treibhauseffekt nicht gebremst, rechnet die Wissenschaft bis zum Jahr 2100 mit einem Anstieg der globalen mittleren Oberflächentemperatur um 1,1 bis 6,4 °C – verbunden mit einem weiteren Anstieg der Meeresspiegel von 0,2 bis 0,6 m.

Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass ein gefährlicher Klimawandel ab einer Temperaturerhöhung von 2 °C droht. Sogenannte Kippelemente können den Klimawandel dann stark beschleunigen und unumkehrbar machen: Dazu gehören das Schmelzen des Meereises und die Abnahme der Albedo (Rückstrahlvermögen) in der Arktis, das Schmelzen des Grönländischen Eisschildes und der Anstieg des Meeresspiegels, die Störung der ozeanischen Zirkulation im Nordatlantik, das Auftauen des Permafrostbodens unter Freisetzung von Methan und Kohlendioxid sowie die Versauerung der Ozeane und die Abnahme der Aufnahmekapazität für Kohlendioxid.

Zur Begrenzung dieser Effekte ist eine deutliche Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen unerlässlich. Dazu muss bei der Energieerzeugung verstärkt auf erneuerbare Energien wie Fotovoltaik, Biomasse, Wasserkraft, Windkraft und Geothermie gesetzt werden. Beim Verbrauch ist besonders auf Energieeinsparung und Energieeffizienz zu achten. Jeder Einzelne von uns kann eine Menge tun.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Wüsten dehnen sich aus

Bildmappe: Wüsten dehnen sich aus

Wasser ist Leben

Der Tschadsee war einst der größte Binnensee Westafrikas – ungefähr so groß wie das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. In der Tschad-Region vollzieht sich aber seit mehreren Jahrzehnten ein Wandel, der den See zunehmend schrumpfen lässt: Der See hat innerhalb von rund 40 Jahren über 90 % seiner Fläche verloren.

Die Ursache für die lokalen Veränderungen sieht die Wissenschaft unter anderem in der globalen Erwärmung der Erdatmosphäre. Dafür maßgeblich sind der immense Energieverbrauch und der damit verbundene Ausstoß von klimawirksamen Gasen. Bis zum Jahr 2030 könnte die Seefläche vollständig verschwunden sein.

Solch großflächige Umweltprozesse - wie am Tschadsee - ziehen auch ökonomische und soziale Folgen nach sich, denn die betreffende Region ist ein bevorzugter Siedlungsraum. Die Satellitenaufnahme zeigt die Veränderungen der Nutzungsstruktur in den vergangenen Jahren. Die grün gefärbten Bereiche zeigen die Vegetation auf dem ehemaligen Seegrund. In den vergangenen Jahren sind zunehmend Menschen in die Region gezogen, um dort auf den noch fruchtbaren Böden Landwirtschaft zu betreiben. Um die fortschreitende Desertifikation (Wüstenbildung) großflächig zu bremsen, soll eine „Grüne Mauer“, das heißt ein mindestens 5 km breiter und 7.000 km langer Gehölzstreifen, angelegt werden, der sich südlich der Sahara quer durch den afrikanischen Kontinent zieht.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Ökonomie und Ökologie

Bildmappe: Unser Planet - Ökonomie und Ökologie

Nachhaltigkeit – das Zauberwort?

Die Forstwirtschaft ist die Wiege der Nachhaltigkeit. Dort wurde erstmals Anfang des 18. Jahrhunderts ein Wirtschaftsprinzip formuliert, nur soviel Holz einzuschlagen, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen kann. Heute versteht man unter einer nachhaltigen Entwicklung eine solche, die unter gleichwertiger Beachtung ökonomischer, ökologischer sowie sozialer Belange die Bedürfnisse der heutigen Generation sichert, ohne die Erfüllung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden.

ÖKONOMIE: Neue Technologien und effiziente Produktionsverfahren müssen in Zeiten der Globalisierung und bei zunehmendem Konkurrenzdruck innovative Lösungen finden, die sozial und ökologisch verträglich sind.

ÖKOLOGIE: Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch müssen weiter reduziert werden. Es dürfen dabei jedoch weder die Stabilität der Wirtschaft gefährdet werden, noch soziale Diskrepanzen entstehen - etwa durch steigende Arbeitslosigkeit.

SOZIALES: Wegen steigender Bevölkerungszahlen und zunehmender Verstädterung muss globale Gerechtigkeit geschaffen und zugleich die ökologische Belastung gesenkt werden – und das bei steigenden ökonomischen Ansprüchen.

Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, hat Baden-Württemberg unter dem Motto „Nachhaltig Handeln“ eine landesweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt

Weitere Informationen

Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Vom Süßwassersee zur Salzwüste

Bildmappe: Unser Planet Vom Süßwassersee zur Salzwüste

Lebensgrundlage Wasser

Wir alle tragen Kleidungsstücke aus Baumwolle. Aber wer weiß schon, welchen Weg ein T-Shirt und seine Bestandteile zurückgelegt haben, bevor es auf der Ladentheke liegt. Rund um den Aralsee zum Beispiel liegen riesige Baumwollplantagen. Da die Zuflüsse des Sees zur Bewässerung der Felder genutzt werden, trocknet der See langsam aber sicher aus und wird zur Wüste. Die Böden versalzen, Pestizide gefährden die Gesundheit der Bevölkerung und die Fischer verlieren ihre Existenzgrundlage. So werden wahre Völkerwanderungen in Gang gesetzt. Nur, damit in den Industrieländern T-Shirts zu Dumpingpreisen gekauft werden können.

Wasser ist weit verbreitet auf unserem Planeten. In der Tat sind rund 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Davon sind allerdings nicht einmal drei Prozent Süßwasser. Etwa zwei Drittel davon sind in Form von Eis zu finden. Die nutzbare Trinkwassermenge muss heute für sieben Milliarden Menschen reichen. Derzeit haben knapp eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wir müssen verhindern, dass künftig Konflikte um das begrenzte und kostbare Gut „Wasser“ ausgetragen werden. Im Jahr 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Anspruch auf sauberes Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Ende einer Eiszeit

Bildmappe: Unser Planet Ende Eiszeit

Klimaschutz

Der Klimawandel ist überwiegend vom Menschen verursacht. Dies wird mittlerweile nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Hauptursache für die weltweite Erwärmung ist insbesondere die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas und die damit verbundene Freisetzung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Weitere Stoffe wie Methan (CH4) und Lachgas (N2O) verstärken den Effekt. Als Folge stieg die globale Mitteltemperatur in den letzten 100 Jahren weltweit um 0,76 °C an - in Baden-Württemberg um mehr als 1 °C.

Folgen des voranschreitenden Klimawandels in Europa sind beispielsweise der frühere Frühlingsanfang, höhere Temperaturen im Sommer sowie die Tatsache, dass in den Alpen immer weniger Schnee fällt und die Schneefallgrenze steigt. Weltweit werden jährlich etwa vier Tonnen CO2 pro Mensch emittiert. In Baden-Württemberg sind es rund sieben Tonnen - im Bundesdurchschnitt ca. zehn Tonnen pro Kopf und Jahr.

Entscheidend wird sein, wie stark die Weltbevölkerung wächst und wie empfindlich das Weltklima auf menschliche Einwirkungen tatsächlich reagiert. Baden-Württemberg trägt als hoch industrialisiertes Land mit ungefähr 0,3% zu den weltweiten CO2-Emissionen bei - vor allem durch Haushalte, Industrie, Autoverkehr und Stromproduktion. Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2050 pro Kopf nur noch eine Tonne CO2 entsteht. Neben der Erhöhung der Energieeffizienz liegt ein Schwerpunkt im beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch nicht nur Politik und Wirtschaft sind hier gefragt, sondern auch jeder einzelne Bürger kann durch bewusstes Verhalten seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Flächen in Baden-Württemberg

Bildmappe: Unser Planet Flächen in Baden-Württemberg

Bodenschutz

Boden bildet sich in Abhängigkeit von Klima, Luft und Wasser über Jahrtausende hinweg und ist Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Für manche ist Boden ein Wirtschaftsgut, mit dem sich gut spekulieren lässt. Andere sehen im Boden nichts Schützenswertes, ohne zu wissen, dass sich in einer Handvoll Boden mehr Kleinstlebewesen tummeln als Menschen auf der Erde. Als Grundlage für Pflanzen dient er der Ernährung und dem Naturschutz. Wertvolle ökologische Dienste leistet er als Filter und Puffer für Schadstoffe und Ausgleichskörper im Wasserkreislauf.

Flächeninanspruchnahme, Erosion und Verdichtungen durch Eingriffe des Menschen gefährden unseren Boden. Die Folgen sind vielfältig: Landschaften werden zerschnitten und natürliche Lebensräume zerstört, wertvolle Böden werden versiegelt und landwirtschaftliche Nutzfläche geht verloren. Als erstes Bundesland erließ Baden-Württemberg daher 1991 ein Bodenschutzgesetz.

Allein in Baden-Württemberg wurden im Jahr 2010 6,6 Hektar pro Tag für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht und damit in einem Jahr genau 2426 Hektar. Dies sind zwar 35 % weniger als 2007, aber immer noch zu viel. Um auch in Zukunft eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, muss die andauernde Flächenneuinanspruchnahme weiter deutlich reduziert werden. Dies kann mit einem intelligenten Flächenmanagement – dem haushälterischen und sparsamen Umgang mit Fläche – erreicht werden.

Weitere Informationen

Flächenmanagement Baden-Württemberg

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Gletscher schwinden

Bildmappe: Unser Planet Gletscher schwinden

Wasserhaushalt wird beeinträchtigt

Baden-Württemberg ist aufgrund der Niederschlagsverteilung und der Bodenbeschaffenheit in weiten Landesteilen ein wasserarmes Land. Beispiele sind die Hochfläche der Schwäbischen Alb, auf der Niederschläge rasch in große Tiefen versickern, der nordöstliche Landesteil und der mittlere Neckarraum. Den wasserarmen Gebieten stehen die sogenannten Wasserüberschussgebiete, insbesondere am Bodensee, im Rhein-, Iller- und Donautal gegenüber. Die Fernwasserversorgungsunternehmen, wie Landeswasserversorgung und Bodenseewasserversorgung, befriedigen den Bedarf.

Industrie und Gewerbe, Energiewirtschaft und Verkehr sowie die Landwirtschaft und die Haushalte belasten unsere Umwelt mit Abwässern. In unserem hoch industrialisierten Land ist es eine wichtige Aufgabe, Flüsse, Seen und Grundwasser zu schützen. Große europäische Flüsse wie der Rhein entspringen in den Gletscherregionen der Alpen. Hier sind allerdings deutliche Zeichen einer Klimaveränderung erkennbar.

Wir erleben den schnellsten Gletscherschwund seit Jahrtausenden: Forscher schätzen, dass die Alpengletscher in den vergangenen hundert Jahren um ca. ein Drittel abgenommen haben. Sie rechnen mit dem Verlust von drei Vierteln der heutigen Alpengletscher bis zum Jahr 2050. Derzeit ist ein starker Anstieg des Wasserabflusses aus den Gletscherregionen zu verzeichnen. Auf häufigere und stärkere Hochwasser folgen künftig Wasserengpässe. Das gefährdet in Zukunft unsere Trinkwasserreserven.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Wirbelstürme

Bildmappe: Unser Planet Wirbelstürme

Das Wetter schlägt Kapriolen

  • 1999 – Orkan „Lothar”: Er hat bis heute seine Spuren im Süden Deutschlands hinterlassen
  • 2002 – „Oder- und Elbe-Hochwasser”: Mitteldeutschland versinkt in den Fluten
  • 2003 – „Rekordsommer”: Elbe und Rhein sind fast ausgetrocknet
  • 2005 – Orkan „Kyrill” richtet große Schäden im Westen Deutschlands an
  • 2010 – Schneechaos in Europa, „Land unter” in Queensland (Australien)


Diese wie auch andere Ereignisse dieser Art sind uns noch gut im Gedächtnis. Fast in jedem Jahr gibt es neue Wetterrekorde.

Die Folge: Naturkatastrophen nehmen zu und verursachen zunehmend riesige Schäden. Forscher gehen davon aus, dass es in den letzten 100 Jahren global bereits zu einer Erhöhung der mittleren Erdtemperatur um 0,76 °C gekommen ist. Im Rahmen der prognostizierten weltweiten Klimaveränderung wird jedoch in den nächsten 100 Jahren mit einem Anstieg der mittleren Erdtemperatur von 1,1 bis 6,4 °C gerechnet.

Obwohl weltweit viele Regionen früher und stärker von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sein werden, werden auch wir uns auf tiefgreifende Klimaveränderungen einstellen müssen: In Deutschland wird es im Winter künftig weniger Frost und seltener Schnee geben. Der Temperaturanstieg wird im Süden deutlich höher ausfallen als beispielsweise an der Nord- und Ostseeküste. Es ist mit einer Zunahme extrem warmer sowie extrem trockener Tage im Sommer zu rechnen. Niederschläge werden regional stark zunehmen.

Einhellige Meinung der Experten: Globaler Klimaschutz ist unerlässlich, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Notwendig ist ein international abgestimmtes Handeln. Daran müssen wir alle arbeiten.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Aschewolken

Bildmappe Unser Planet Aschewolken

Erdbeoachter im All

Naturgewalten wie Stürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Tsunamis sind eine ständige Bedrohung für die Menschheit. Deshalb ist es wichtig, die Natur genau zu beobachten und zu interpretieren. Dies geschieht beim Umweltmonitoring. Dabei haben Satelliten Prozesse an der Erdoberfläche genauso im Blick wie die Vorgänge im Inneren der Erde. Ihr Ziel ist es, als Frühwarnsystemen zu fungieren, um Menschen rechtzeitig vor einer Naturkatastrophe zu warnen und zu schützen.

Bei Vulkanausbrüchen beobachten Satelliten zum Beispiel die Ausbreitung ausgestoßener Asche- und Gaswolken in der Atmosphäre. Beim Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island wurde so der Flugverkehr gezielt unterbrochen oder um die Aschewolke herumgeleitet. Da tausende Flugzeuge am Boden bleiben mussten, zeigte sich ein weiteres frappierendes Phänomen: endlich blauer Himmel – gerade an Kreuzungspunkten von Luftverkehrsrouten. Hier sehen sonst Satelliten vom Flugverkehr verursachte Kondensstreifen. Diese haben Einfluss auf die Bewölkung am Himmel und damit auf das Temperaturgefälle bei uns auf der Erde. Mitunter können Eiswolken (Zirren) am Himmel entstehen, die sich durch Rußpartikel aus den Flugzeugtriebwerken verstärken beziehungsweise verändern. Auch hier zeigt sich, wie vielschichtig das Problem der globalen Erwärmung ist.

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Bildmappe „Unser Planet – Bilder aus dem All“: Unser Stern – die Sonne

Bildmappe: Unser Planet Unser Stern - die Sonne

Unendliche Ressource

Die Sonne, unser Zentralgestirn, hat seit Menschengedenken Kulturen auf der ganzen Welt in ihren Bann gezogen. Bereits seit 4,5 Milliarden Jahren versorgt sie die Erde mit Wärme und Licht und ist Ausgangspunkt für die Jahreszeiten und unseren Kalender. Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf unserer Erde. Die Lufthülle der Erde, die Meere und Landmassen saugen quasi die Sonnenstrahlung auf und wandeln sie in Wärme um. Dadurch wird die Erdoberfläche im Mittel auf etwa 15 °C erwärmt.

Menschen, Tiere und Pflanzen verdanken daher der Sonne ihre Existenz. Selbst der natürliche Wasserkreislauf und das Entstehen von Wind werden von dieser Sonneneinstrahlung ausgelöst und in Bewegung gehalten. Und die Sonne wird uns mit Sicherheit auch die nächsten vier Milliarden Jahre erhalten bleiben.

Der Energiebedarf auf der Welt wächst Jahr für Jahr. Ein hoher Energieverbrauch allein ist nicht das Problem, denn Energie gibt es auf unserer Erde jede Menge. Sonne, Wind und Wasser liefern uns unbegrenzte Vorräte. Das Problem ist, dass wir bisher vor allem Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas nutzen, die endlich sind und bei ihrer Verbrennung CO2 freisetzen. Die Sorge um die Umwelt, die Zunahme von extremen Naturereignissen, die Frage nach Versorgungssicherheit wie auch steigende Energiepreise verdeutlichen die Notwendigkeit, Alternativen zu entwickeln und auszubauen. Erneuerbare Energien bilden einen wichtigen Baustein der zukünftigen Energieversorgung.

Zapfen wir die Sonne an für warmes Wasser (Solarthermie) und elektrischen Strom (Fotovoltaik), nutzen wir die mechanische Kraft des Windes, die Kraft des Wassers, die Energie aus Wald und Feld (Biomasse) oder die Wärme aus Luft und Boden (Geothermie)!

Weitere Informationen

Erneuerbare Energien

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