Mehr.WERT.Pavillon

Bauen aus Abfall

Entwürfe des Mehr.WERT.Pavillon auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn

Kann man aus Abfällen komplexe Gebäude bauen? Ja, man kann – und das Ergebnis sieht auch noch sehr gut aus. Der Mehr.WERT.Pavillon im Garten des Umweltministeriums Baden-Württemberg auf der Bundesgartenschau ist ein Gebäude dessen Baustoffe ausschließlich aus Materialien bestehen, die bereits mehrere Lebenszyklen durchlaufen haben.

Angefangen vom Stahl, der direkt aus einem rückgebauten Kohlekraftwerk kommt, über die Glasfassade, die aus Flaschen aus dem Glascontainer entstanden ist, die Bodenplatten aus alten Steinen und Keramikbruch bis hin zu den Möbeln, die aus gebrauchten Kunststoff-Flaschen, Schneidebrettern und Getränkekartons bestehen.

Studentinnen und Studenten entwarfen sieben Pavillons aus ganz unterschiedlichen Materialien

Die Idee für den Mehr.WERT.Pavillon stammt vom Fachgebiet Nachhaltiges Bauen am Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Professor Dirk Hebel und Felix Heisel riefen dort ein studentisches Projekt ins Leben. Aufgabe für die Studierenden war es, einen Pavillon aus Abfallstoffen zu bauen.

So entstanden sieben Pavillonentwürfe aus ganz unterschiedlichen Materialien: Papier, Stoff, Stroh, Kunststoff, Glas, Bauschutt und Metall. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Umweltministeriums, der Stadt Heilbronn, des KIT, der ETH-Zürich und der Bundesgartenschau sollte einen Pavillon zum Sieger zu küren.

Das war schlicht nicht möglich, da alle Entwürfe extrem durchdacht und sehr gut ausgearbeitet waren. Daher entschied man sich, für den Mehr.WERT.Garten einen Pavillon zu realisieren, der möglichst viele Ideen der Studierenden aufgreift und aus verschiedenen Materialien besteht.

Der Mehr.WERT.Pavillon auf der Bundesgartenschau Heilbronn ist also echtes Teamwork!

Der Film zum Mehr.WERT.Pavillon: Jetzt anschauen!

Wie wurde aus dem Pavillon im Mehr.WERT.Garten ein Mehr.WERT.Pavillon? Woher stammen die Materialien für den Bau? Wie wurde er gebaut? Und was verbirgt sich noch hinter dem Stahl- und Glaskubus, der nur aus Abfallstoffen besteht?