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Umwelttechnik
  • 28.03.2017

Thementag Umwelttechnik „Energieeffizienz in der Produktion“ in Stuttgart

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller: „Energieeffizienz trägt wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei. Es lohnt sich dabei, den Blick auch auf die Produktionsprozesse zu richten.“

Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart findet heute (28.03.) der Thementag Umwelttechnik „Energieeffizienz in der Produktion“ statt. Zu der Veranstaltung des baden-württembergischen Netzwerks regionaler Kompetenzstellen für Energieeffizienz werden mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen aus dem Land erwartet. Der Thementag widmet sich der Frage, wie Produktionsprozesse optimiert werden können und müssen, um Energie und damit bares Geld einzusparen.

„Wenn von Energieeffizienz die Rede ist, denken wir vordergründig an Maßnahmen, die die Gebäudeinfrastruktur verbessern,“ sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller im Vorfeld des Thementages. „Es lohnt sich aber, auch die Produktionsprozesse innerhalb des Betriebes zu betrachten.“

Untersteller erläuterte: „Im verarbeitenden Gewerbe beispielsweise entfallen rund 88 Prozent des Energieverbrauchs auf den Produktionsprozess, lediglich 12 Prozent auf die Gebäude. Beim Wärmebedarf eines Unternehmens nehmen die Produktion 86 Prozent und der Gebäudeteil 14 Prozent für sich in Anspruch.“ Noch größer sei der Unterschied in Bezug auf den Strombedarf, ergänzte der Minister. Hier entfielen 93 Prozent auf den Prozess und gerade einmal sieben Prozent auf die Gebäude.

„Diese Zahlen zeigen, dass Energieeffizienz im Bereich der Produktion eine überaus große Rolle spielt,“ betonte Franz Untersteller. Es gelte daher, Unternehmerinnen und Unternehmer zu motivieren, sich stärker mit dem Thema auseinander zu setzen. Er ergänzte: „Wir wollen erreichen, dass die Betriebe im Land die in Produktionsprozessen schlummernden Einsparpotenziale heben und in geeignete Maßnahmen investieren. Sie würden damit zum Schutz unseres Klimas beitragen und sich darüber hinaus auf lange Sicht Wettbewerbsvorteile sichern.“

Ergänzende Informationen

In Baden-Württemberg gibt es 12 regionale Kompetenzstellen für Energieeffizienz. Sie sollen die erste Anlaufstation für interessierte Unternehmen sein und diese mit wichtigen Informationen zum Thema versorgen. Die Kompetenzstellen führen mit den Unternehmen Initialgespräche und vermitteln Ansprechpartner für eine Energieberatung. Auch bei der späteren Umsetzung einzelner Maßnahmen stehen die Kompetenzstellen für Energieeffizienz den Unternehmerinnen und Unternehmern im Land zur Seite. Darüber hinaus unterstützen die Kompetenzstellen auch Netzwerke lokaler und regionaler Unternehmen und Akteure. Die Unterstützung durch die Kompetenzstellen ist für die Unternehmen kostenlos.

Die Kompetenzstellen für Energieeffizienz werden über einen Zeitraum von sieben Jahren mit 12 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Hinzu kommen rund 9,3 Millionen Euro an Landesmitteln und weitere rund 2,7 Millionen Euro der regionalen Trägerorganisationen.

Weitere Informationen 

Energieeffizienz in Unternehmen
Kompetenzstellen für Energieeffizienz (KEFF)  


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