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Naturschutz
  • 21.09.2016

Staatssekretär Andre Baumann beim Landschaftspflegetag in Bad Rippoldsau-Schapbach

„Baden-Württemberg ist spitze beim Naturschutz und ein Kernthema unserer Naturschutzarbeit ist die Landschaftspflege.“

„Wir werden bei der Landschaftspflege nicht nachlassen, und wir werden Landwirte und Forstwirte sowie die Landschaftserhaltungsverbände bei ihrer Aufgabe, unsere Kulturlandschaft zu schützen, auch künftig nach Kräften unterstützen!“

Umweltstaatssekretär Andre Baumann ließ auf dem diesjährigen Landschaftspflegetag in Bad Rippoldsau-Schapbach keinen Zweifel daran, dass die Landschaftspflege ein Kernthema der Naturschutzarbeit des Landes ist. Kultur- und Erholungslandschaften zu schützen und zu entwickeln, bedeute, die Schönheit der Natur zu erhalten und Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum zu geben, erklärte Baumann.

„9000 Landschaftspflegeverträge – meist mit örtlichen Landwirten – und 5000 geförderte Einzelmaßnahmen zeigen den Stellenwert, den wir der Landschaftspflege beimessen. Es ist konsequent, aber es ist auch eine beachtliche Leistung, dass wir jährlich über 30 Millionen Euro in die Landschaftspflege investieren.“

Gefördert würden unter anderem Investitionen in den Biotop- und Artenschutz wie zum Beispiel Amphibienschutzmaßnahmen oder Maßnahmen zur Biotopvernetzung, die Flächenbeweidung mit Rindern oder Schafen zur Offenhaltung der Landschaft oder auch Investitionen in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben, die in besonderer Weise dazu beitragen, die Kulturlandschaft zu erhalten.

Auch in größeren Projektgebieten würden Landschaftspflegemaßnahmen umgesetzt, so Baumann, etwa in Biosphärengebieten. „Unsere Kulturlandschaften sind ein wertvolles und empfindliches Kulturerbe. Um dieses Erbe erhalten zu können, werden wir den Naturschutz in den nächsten Jahren weiter deutlich finanziell stärken.“

Als relativ neuen und sehr erfolgreichen Dienstleister für das regionale Natur- und Landschaftsmanagement hob Staatssekretär Baumann die Landschaftserhaltungsverbände, LEV, hervor. In 31 von 35 Landkreisen gebe es inzwischen einen Landschaftserhaltungsverband: „Naturschutz und Landschaftspflege haben mit den Landschaftserhaltungsverbänden auf Kreisebene einen neuen Impuls bekommen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei Umsetzung der europäischen Naturschutzkonzeption Natura 2000.“

In der Regel sind Landschaftserhaltungsverbände eingetragene Vereine auf Landkreisebene, in denen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft zusammenschließen, um Ideen für Naturschutz und Landschaftspflege zu entwickeln. Die LEV beraten und informieren und arbeiten bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen eng mit landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betrieben vor Ort zusammen. Das Land unterstützt die Landschaftserhaltungsverbände finanziell.

„Landschaftspflege”, so der Staatssekretär abschließend, „ist sicher oft aufwändig und sie kostet Geld. Aber wir sichern damit die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg. Das kommt der Natur und damit uns Menschen zugute. Gleichzeitig leistet sie oft auch einen Einkommensbeitrag für die landwirtschaftlichen Betriebe.“

Ergänzende Informationen

Der Landschaftspflegetag Baden-Württemberg ist die zentrale Informationsveranstaltung im Bereich der Landschaftspflege sowohl für Praktiker als auch für die Verwaltung. Er findet seit 2010 jährlich abwechselnd in einem der vier Regierungsbezirke statt. Die Veranstaltung wird von der Akademie Ländlicher Raum in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Landschaftserhaltungsverband und dem Umwelt- und Naturschutzministerium (seit 2016, vorher war das Ministerium für Ländlichen Raum für den Landschaftspflegetag zuständig) organisiert.


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