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BIODIVERSITÄT
  • 14.08.2018

Sonderprogramm Biologische Vielfalt

Staatssekretär Andre Baumann: „Gemeinsam mit den Landnutzerinnen und Landnutzern können wir es schaffen, die einzigartigen und artenreichen Kultur- und Naturlandschaften in Baden-Württemberg zu erhalten.“

Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat sich heute (14.08) in den Naturschutzgebieten „Allmendäcker“ und „Sandgrube im Dreispitz-Mörsch“ in Rheinstetten über Maßnahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt informiert.

„Baden-Württemberg kann stolz sein auf seine einzigartigen und artenreiche Kultur- und Naturlandschaften“, sagte der Staatssekretär. Der besorgniserregende Verlust der Artenvielfalt bedrohe jedoch diese Landschaften. „Die Landesregierung investiert daher in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 36 Millionen Euro, um die biologische Vielfalt in unserer Heimat zu stärken.“

Die beiden Naturschutzgebiete „Allmendäcker“ und „Sandgrube im Dreispitz-Mörsch“ befinden sich in ehemaligen Flugsand- und Dünengebieten zwischen Rhein und Kinzig-Murg-Rinne. „Der Mensch hat hier im Zuge der Trockenbaggerung vor Jahrzehnten vielfältige und wertvolle Lebensräume geschaffen“, betonte der Staatssekretär. Kreuz- und Knoblauchkröte, vom Aussterben bedrohte Libellenarten oder die seltene Grüne Strandschrecke fühlten sich in den Gebieten ebenso wohl wie die Feldlerche oder das Schwarzkehlchen, so Baumann. Außerdem biete das abwechslungsreiche Gelände einer Vielzahl von Insekten einen Lebens- und Fortpflanzungsraum.

„Allerdings ist diese Artenvielfalt akut bedroht“, betonte Baumann weiter. „Die natürliche Sukzession, das Einwandern nicht heimischer Arten und illegale Freizeitnutzungen des Menschen gefährden die wertvollen Tier- und Pflanzenarten.“ Die Naturschutzverwaltung habe daher bestimmte Bereiche der Naturschutzgebiete mittels Besucherlenkung beruhigt, außerdem lasse sie umfangreiche Gehölzarbeiten, eine Beweidung durch Schottische Hochlandrinder oder das Anlegen von kiesigen Uferstrukturen und Inseln in den Kleingewässern durchführen. „Damit wollen wir nicht nur die vorhandene Tier- und Pflanzenvielfalt schützen, sondern hoffen auch auf eine Rückkehr der Heidelerche oder des Kiebitzes.“

Die beiden Naturschutzgebiete seien ein gutes Beispiel dafür, dass der Natur- und Artenschutz auf regelmäßige Pflege- sowie auf effektive Schutzmaßnahmen angewiesen sei, sagte der Umweltstaatssekretär. „Gemeinsam mit den Landnutzerinnen und Landnutzern werden wir es schaffen, unsere wertvollen Kulturlandschaften in Baden-Württemberg zu erhalten“, zeigte sich Baumann überzeugt.

Ergänzende Informationen

Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt


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