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Sommertour
  • 31.07.2018

Sommertour "Vitale Gewässer": Station in Donaueschingen

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Stille Musel zeigt, wie eine enge Kooperation zwischen Wasserverwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz einen Gewässerlebensraum wieder aufwerten kann.“

Umweltminister Franz Untersteller hat sich heute (31.07.) im Rahmen der diesjährigen Sommertour „Vitale Gewässer“ über Renaturierungsmaßnahmen an der Stillen Musel in Donaueschingen informiert. Der 14 Kilometer lange Bach war in der Vergangenheit begradigt, zur Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen tiefer gelegt und in weiten Bereichen in Betonschalen verlegt worden. Zudem hatte ein an der Stillen Musel sesshaft gewordenes Biberpaar dafür gesorgt, dass die umliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen überschwemmt, das Dränagesystem zur Entwässerung dieser Flächen gestört und vom Naturschutz angelegte Brutflächen des Kiebitzes beeinträchtigt worden waren.

Seit dem Jahr 2009 wird der Bach in drei Teilabschnitten naturnah umgestaltet.

„Die Stille Musel ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie sich ein naturfernes Gewässer in enger Kooperation zwischen Wasserverwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz ökologisch aufwerten lässt“, sagte Umweltminister Untersteller. Die Renaturierung inklusive einem innovativen, 410 Meter langen Drainage-Bypass, ermögliche es dem Bach, sich wieder eigendynamisch zu entwickeln, sie vergrößere den Lebensraum des Bibers und sie reduziere zugleich den Wasseraufstau im Bereich des Biberdammes, womit die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr vernässen würden. „Die Aktivitäten des Bibers und die landwirtschaftliche Nutzung an der Stillen Musel stehen nun miteinander in Einklang, der Kiebitz hat eine Zukunft und außerdem kann sich wieder eine typische Auenstruktur entwickeln. Das Land hat die beiden aktuellen, gut 120.000 Euro kostenden Renaturierungsmaßnahmen daher gerne mit über 100.000 Euro über das Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten sowie den Drainage-Bypass mit Kosten von 40.000 Euro zu 100 Prozent aus Naturschutzmitteln für das Bibermanagement gefördert“, betonte Untersteller.

Weitere Informationen

Gewässerökologie

Ergänzende Information

Nächste Station von Umweltminister Franz Untersteller im Rahmen seiner Sommertour ist heute die Breg. Ab 14:00 Uhr informiert sich der Minister über die beiden Renaturierungsmaßnahmen „Bregfeld“ und „In der Enge“. Ort: Donaueschingen-Wolterdingen, auf der Höhe des Siegelewegs nach rechts in den Feldweg (Treffpunkt Bregfeld, nach circa 600 m).


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