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Sommertour
  • 03.08.2018

Sommertour „Vitale Gewässer“: Station an der Donau

Umweltstaatssekretär Andre Baumann: „Die Renaturierung der Donau schafft Lebensräume und schützt die Artenvielfalt.“

Umweltstaatssekretär Andre Baumann ist heute (03.08.) an der Donau unterwegs. Auf dem Programm der Sommertour „Vitales Gewässer“ stehen die Renaturierungsmaßnahmen bei Datthausen, Gemarkung Obermarchtal, und bei Hundersingen-Binzwangen. An beiden Stellen wurden Projekte aus dem Integrierten Donau-Programm, IDP, umgesetzt.

„Man kann sehr schön sehen, wie ökologische Belange und die Belange des Hochwasserschutzes berücksichtigt wurden“, sagte Umweltstaatssekretär Baumann bei seinem Besuch. „Das ist der Grundgedanke des Integrierten Donau-Programms: sowohl die Weiterentwicklung der Lebensräume am und im Fluss als auch der Schutz der Anrainer vor Hochwasser.“

Die Donau, vor rund 200 Jahren in weiten Teilen begradigt und nutzbar gemacht, wurde zwischen Hundersingen und Binzwangen schon 2012 in ein neues Bett verlegt, das sich am historischen Flussverlauf orientiert. 2,7 Kilometer ist das neue Stück des Donaubetts lang. Das alte begradigte Bett blieb teilweise als Altarm erhalten. „Inzwischen können wir tolle Erfolge der Donau-Renaturierung sehen“, zeigte sich Baumann begeistert. „Wir sind mitten in einer Entwicklung, aber die Gewässerstrukturgüte wurde um mehrere Güteklassen verbessert, der mittlere Grundwasserstand ist gestiegen, die gefährdeten Hauptfischarten der Donau, Äsche und Nase, fühlen sich im neuen Bett wohl, auch die Vogelpopulation entwickelt sich positiv. Unterm Strich: Die Renaturierung des Donauabschnitts hat Lebensraum geschaffen und viele Menschen genießen den Abschnitt als Erholungsziel.“

Derartige Erfolge sind an der Donau bei Datthausen noch nicht nachzuweisen. Dort ist die Revitalisierung der Donau erst vergangenen Herbst mit der Pflanzung von Gehölzen abgeschlossen worden. „Für mich steht aber außer Frage, dass wir hier in wenigen Jahren ebenfalls feststellen, dass schützenswerte Vögel, Fische und Pflanzen heimisch geworden sind. Die Aufweitung der Donau von schmalen 30 auf jetzt etwa 50 Meter Breite hat rund 3.000 Quadratmeter neue Wasserfläche gebracht, Platz für neue Flachwasser- und Tiefwasserzonen und für die Entwicklung einer großen Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren.“

Auch der Hochwasserschutz profitiert von den Maßnahmen. In den Renaturierungsabschnitten zwischen Hundersingen und Binzwangen sowie in Datthausen treten kleinere Hochwasser jetzt schadlos über die Ufer. Der durch den Umbau aktivierte Retentionsraum verbessert die hydraulische Situation langfristig. Zusätzliches Retentionsvolumen trägt zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Unterlieger bei.

„Beide Revitalisierungen sind gelungene Beispiele für das gute und koordinierte Zusammenwirken verschiedener Akteure und für die Bündelungsfunktion eines Regierungspräsidiums. So konnte jeweils zügig nach dem Planungsbeginn mit dem Bau der Maßnahmen begonnen werden“, betonte Regierungspräsident Klaus Tappeser bei der Begrüßung. „Eine wichtige Rolle spielte dabei auch, dass bei beiden Maßnahmen die erforderlichen Grundstücke im Eigentum des Landes waren.“


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