Artenschutz

Senckenberg-Institut entdeckt Fehler in vorheriger Genanalyse: Doch nur ein Wolf im Nordschwarzwald nachgewiesen

Das Senckenberg-Institut hat das Umweltministerium heute (21.12.) darüber informiert, am 10. Dezember ein falsches Ergebnis der genetischen Untersuchung einer Kotprobe vom 30. September aus Forbach mitgeteilt zu haben. Tatsächlich stammt die Losung dem Senckenberg-Institut zufolge von dem im Nordschwarzwald bereits bekannten Tier mit der offiziellen Bezeichnung GW852m.

Grund für den Irrtum ist laut Mitteilung des Senckenberg-Instituts, dass der sogenannten Haplotyp von Hand falsch in eine Datenbank eingetragen worden war. Der Haplotyp bezeichnet eine bestimmte Ausprägung eines Teils der DNA-Sequenz. Diese kann von Art zu Art und selbst zwischen Populationen einer Art unterschiedlich ausgeprägt sein und liefert daher wichtige Hinweise auf Artzugehörigkeit und Herkunft einer Probe.

Das Senckenberg-Institut hat den Fehler erkannt, nachdem es die am 30. September in Forbach gefundene Losungsprobe weitergehend untersucht hat. Zudem hat sich bei der Analyse weiterer, von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) an das Senckenberg-Institut eingeschickte Losungsproben gezeigt, dass diese allesamt dem im Nordschwarzwald sesshaften Wolf GW852m zuzuordnen waren und keine Hinweise auf ein zweites Tier ergeben haben.

Weiterführende Informationen

Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und WolfHinweise für Nutztierhalterinnen und NutztierhalterAllgemeine Informationen zum Wolf

Zum Herunterladen

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfes [1/18; 1,6 MB]