Naturschutz

Renaturierung Hain- und Forstbach Esslingen

Im Beisein des Amtschefs des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, wird heute die naturnahe Umgestaltung des Hain- und Forstbaches bei Esslingen offiziell abgeschlossen. „In mühevoller Arbeit konnten die beiden Neckarzuflüsse von ihrem Betonkorsett befreit und damit ein Teil der Sünden der Vergangenheit wieder gut gemacht werden. Mit der Renaturierung des Hain- und Forstbaches ist die Grundlage für ein lebendiges ökologisches Refugium geschaffen“, so Helmfried Meinel. Doch nicht nur die Natur könne nun an den neugestalteten Gewässerabschnitten wieder aufatmen. „Auch für die Menschen erschließt sich ein neuer Zugang zu den beiden Gewässern, die nun wieder erlebbar werden.“ Eine naturnahe Gestaltung der Gewässer sei neben dem Nutzen für die Umwelt auch ein Gewinn für die Lebensqualität der Menschen, betonte Meinel.

Der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Stadt Esslingen, des Verbandes Region Stuttgart und des Landes sei es zu verdanken, dass es gelungen sei im Mündungsbereich von Hain- und Forstbach in den Neckar ein Kleinod mit hohem Erholungswert für die Bevölkerung zu schaffen, so Helmfried Meinel. „Es verdient große Anerkennung, dass die Partner das Projekt so engagiert mit

vorangetrieben haben. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann doch so manches bewegt werden.“ Knapp 700.000 Euro habe das Land in die insgesamt rund 1,2 Millionen teure naturnahe Umgestaltung der Gewässer investiert. „Das ist gut angelegtes Geld“, zeigte sich Meinel überzeugt. „Die Gewässer sind für die Menschen von nun an wieder erlebbar.“

Ergänzende Informationen für die Redaktionen:

Initiative „Unser Neckar“

Die naturnahe Umgestaltung des Hain- und Forstbaches ist Teil der vom Land im Jahr 2007 auf den Weg gebrachten Initiative „Unser Neckar“, über die Gewässerökologie aufgewertet und außerdem die Identifikation der Bevölkerung mit dem Baden-Württemberg-Fluss gestärkt werden soll. Mit der Initiative „Unser Neckar“ sollen die vielfältigen Aktivitäten zahlreicher Akteure entlang des Neckars gebündelt, aufeinander abgestimmt und so weiter vorangebracht werden. Das Land stellt hierfür jährlich zwei Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Bei allen Aktivitäten haben die fünf Regionalverbände im Einzugsgebiet des Neckars (Schwarzwald-Baar-Heuberg, Neckar-Alb, Stuttgart, Heilbronn-Franken, Rhein-Neckar) eine koordinierende Rolle.