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Artenschutz
  • 31.01.2019

Nutztierriss bei Wolfach am 22. Januar: Genanalyse weist Wolf nach

Am 22. Januar hat ein Wolf in der Nähe von Wolfach ein Schaf gerissen. Die Tötung wurde der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg gemeldet, für die genetische Untersuchung wurden Rissabstriche an das Forschungsinstitut Senckenberg geschickt.

Das Ergebnis der Analyse weist einen Wolf als Angreifer nach. Es konnte aber nicht geklärt werden, ob es sich um den bekannten Wolf mit dem offiziellen Namen „GW852m“ handelt, der bereits mehrfach im Schwarzwald nachgewiesen werden konnte. Die Experten der FVA gehen allerdings davon aus.

Wie in allen anderen Fällen auch, waren die angegriffenen Schafe nicht wolfssicher eingezäunt, der Eigentümer des getöteten Tieres wird dennoch unbürokratisch entschädigt.

Das Umweltministerium weist aber darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren nur noch bis Ende Mai gezahlt wird. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Förderkulisse Wolf seit einem Jahr, ab dann ist eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von 90 Zentimetern Voraussetzung für Entschädigungszahlungen. Empfohlen wird eine Umzäunung in Höhe von 120 Zentimetern. 

Bei noch unzureichendem Herdenschutz können kurzfristig über die FVA die vom Umweltministerium bereitgestellten Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 120 cm Höhe ausgeliehen werden.

Weiterführende Informationen

Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und WolfHinweise für Nutztierhalterinnen und NutztierhalterAllgemeine Informationen zum Wolf

Zum Herunterladen

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfes [1/18; 1,6 MB]

Förderkulisse Wolfprävention [05/18; 470 KB]


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