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Energie
  • 21.11.2017

Monitoring-Gruppe Energiewende hat getagt

Versorgungssicherheit im Winter 2017/2018 im Fokus

Die Monitoring-Gruppe Energiewende hat sich gestern (20.11.) in Stuttgart intensiv mit dem Thema Versorgungssicherheit befasst. „Baden-Württemberg ist auf den kommenden Winter wieder gut vorbereitet“, so das Fazit der Vertreter aus Wirtschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, kommunalen Unternehmen, des Deutschen Gewerkschaftsbunds, des Öko-Instituts und Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

Nachdem die durch Baden-Württemberg verlaufende Gasleitung TENP1 wegen technischer Mängel voraussichtlich bis 2019 nicht zur Verfügung stehen wird, legten die Mitglieder der Monitoring-Gruppe auf die in der kalten Jahreszeit besonders wichtige Versorgung mit Gas ein spezielles Augenmerk. Die Geschäftsführerin des Ferngasleitungsnetzbetreibers terranets bw, Katrin Flinspach, erläuterte hierzu die in die Wege geleiteten Maßnahmen, insbesondere die Absicherung der Gasversorgung über zusätzliche Einspeisekapazitäten. terranets bw gehe daher aktuell davon aus, den zu erwartenden Kapazitätsbedarf auch in diesem Winter wieder decken zu können. Um die Versorgungssicherheit mit Gas auch im Winter 2018/2019 zu gewährleisten, werden auch im kommenden Winter Maßnahmen seitens des Fernleitungsnetzbetreibers erforderlich sein.

Für den Bereich Strom sagte der Geschäftsführer der für das Stromübertragungsnetz in Baden-Württemberg zuständigen TransnetBW, Rainer Joswig, dass die Versorgungssicherheit auch in diesem Winter gewährleistet sei. Der gestiegene Bedarf an Reservekraftwerken sei bereits vertraglich gesichert, aufgrund der geplanten Einführung des Engpassmanagements mit Österreich werde die benötigte Netzreserve im Winter 2018/19 vermutlich deutlich sinken.

Außerdem diskutierte die Monitoring-Gruppe Energiewende mit Professor Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg über die Entwicklung der erneuerbaren Energien und den Energieverbrauch in Baden-Württemberg, den Ausbau der Strom- und Gasinfrastruktur sowie über das Thema Energieeffizienz.

Überrascht zeigten sich die Mitglieder der Monitoring-Gruppe vom Scheitern der Sondierungsgespräche in Berlin. Zur Planungssicherheit müsse Klarheit über die künftige Energie- und Klimapolitik in Deutschland geschaffen werden: „Deutschland muss seine Klimaschutzziele erreichen, gleichzeitig sind die Bürgerinnen und Bürger sowie unser Wirtschaftsstandort auf eine jederzeit sichere und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Hierfür muss eine künftige Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.“


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