Kernenergie

Meldepflichtiges Ereignis beim Kernkraftwerk Philippsburg 2

Am 24.05.2011 wurde im Kernkraftwerk Philippsburg 2 bei der derzeit laufenden Revision der Reaktorkern umgeladen. Dabei trat beim Ziehen eines Brennelements eine Schwergängigkeit auf. Nach dem Ziehen wurde festgestellt, dass Teile von Abstandhaltern beschädigt und abgerissen wurden. Ursache dafür war, dass sich die Abstandhalteran benachbarten Brennelementen verhakt hatten. Dies gab heute (1. Juni 2011) das Umweltministerium als Atomaufsichtsbehörde in Stuttgart bekannt.

Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber: Meldekategorie N (=Normal); INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung)

Maßnahmen des Kraftwerksbetreibers: Das gezogene sowie ein benachbartes Brennelement wurden für den weiteren Einsatz gesperrt, vorläufig ins Brennelementlagerbecken gestellt und gegen neue Brennelemente ausgetauscht. Die abgerissenen größeren Teile des Abstandhalters wurden geborgen, jedoch nicht alle Kleineren.

Sicherheitstechnische Bewertung der behördlichen Atomaufsicht: Die Abstandhalter dienen zur Fixierung der Brennstäbe. Die Beschädigung der Abstandhalter trat beim Ziehen des Brennelements auf. Dabei wurde keiner der Brennstäbe beschädigt. Mit der Entnahme und dem Austausch der betroffenen Brennelemente ist der ordnungsgemäße Zustand wieder hergestellt. Keine Gefährdung geht von den im Reaktordruckbehälter befindlichen, kleineren Teilen der Abstandhalter aus. Zum Zeitpunkt des Ereignisses befand sich das Kraftwerk nicht im Leistungsbetrieb. Das Ereignis hat eine geringe sicherheitstechnische Bedeutung. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf Personen, Umwelt oder den Betrieb der Anlage.

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg