Wasserstoff-Forschung

Landesregierung stellt 20 Millionen Euro für Metropolregion Rhein-Neckar bereit

Solare Wasserstofftankstelle

Mit dem Demonstrationsprojekt H2Rivers soll die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie weiter vorangebracht werden.

Mit rund 20 Millionen Euro fördert die Landesregierung im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft das Demonstrationsprojekt H2Rivers in der Metropolregion Rhein-Neckar. Mit ihm soll die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Baden-Württemberg vorangebracht und so auf ein nie dagewesenes Niveau gehoben werden. Die Modellregion war zuvor als Gewinner einer nationalen Ausschreibung hervorgegangen, für die das Bundes-Verkehrsministerium ebenfalls 20 Millionen Euro ausgelobt hat.

„Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir die Wasserstoffmodellregion nun realisieren können, weil sie einen wichtigen Beitrag bei der Energiewende und zum Klimaschutz leisten kann“, sagte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller heute (11.03.). „Das Projekt bedeutet nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal für Baden-Württemberg mit regionaler Aufmerksamkeit, sondern erzeugt eine besondere Strahlkraft über das Land hinaus. Auch auf europäischer Ebene wird dieses Projekt registriert.“

Die Aktivitäten in der Modellregion reichten von der umweltfreundlichen Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen, über die Wasserstoffspeicherung, -verteilung und -infrastruktur bis hin zu vielfältigen Anwendungen im mobilen Sektor, hob Umweltminister Untersteller hervor. „Vor allem als Kraftstoff für Busse, LKWs, Schiffe und schwere Nutzfahrzeuge kann der grüne Wasserstoff in der praktischen Anwendung auf den Durchbruch hoffen und so für eine breite Öffentlichkeit sicht- und erfahrbar werden.“

Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unterstützt die Landesregierung darüber hinaus mit dem Forschungsprojekt „HyFab Baden-Württemberg – Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff“ Vorhaben von Wissenschaft, Industrie und Politik, um Brennstoffzellenprodukten zur Serienreife zu verhelfen. „Wir versprechen uns durch das Forschungsprojekt wichtige Erkenntnisse für die Mobilitätswende und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Automobilwirtschaft“, betonte Franz Untersteller.