Hochwasser

Land bezuschusst Hochwasserrückhaltebecken in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) mit 1,3 Millionen Euro

Luftbild der Ortslage Hochwasserrückhaltebecken in Wiesloch

Umweltstaatssekretär Andre Baumann: „Es ist enorm wichtig, in wirksamen Hochwasserschutz zu investieren, um Risiken zu minimieren und Schäden zu begrenzen.“

Der Abwasser- und Hochwasserschutzverband Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) erhält für den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens im Wieslocher Ortsteil Schatthausen einen Landeszuschuss von rund 1,3 Millionen Euro. Den Förderbescheid hat Umweltstaatsekretär Andre Baumann heute (04.07.) vor Ort an Oberbürgermeister Dirk Elkemann übergeben. Das Projekt ist Teil der Gesamtkonzeption des Schutzverbands, dass die Bürgerinnen und Bürger im Einzugsgebiet des Waldangelbachs und des Leimbach-Oberlaufs zukünftig vor einem Hochwasserereignis schützen wird, wie es statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt.

„In Anbetracht der Risiken eines Hochwassers für die Bevölkerung, für unsere Umwelt, für die Wirtschaft und für unsere Kulturgüter ist es enorm wichtig, in wirksame Schutzmaßnahmen zu investieren“, betonte Baumann. „Angesichts des Klimawandels werden gemeinsame Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Hochwasservorsorge immer wichtiger. Solidarität und koordinierte Zusammenarbeit wie hier in Wiesloch sind für mich der Schlüssel für einen besseren Hochwasserschutz.“

Ein vollständiger Hochwasserschutz sei technisch und ökonomisch zwar nicht machbar, stellte der Staatssekretär klar. „Aber was getan werden kann, muss auch getan werden. Durch gezielten Schutz und vorbeugende Maßnahmen können wir Schäden vermeiden oder zumindest deutlich mindern. Daher ist jeder Euro für den Hochwasserschutz ist ein gut angelegter Euro“, so Baumann.

Insgesamt stellt das Land den Städten und Gemeinden im laufenden Jahr knapp 46 Millionen Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie zur Verfügung.

Ergänzende Informationen

Die vom Abwasser- und Hochwasserschutzverband Wiesloch auf der Grundlage einer Flussgebietsuntersuchung auf einer Fläche von insgesamt 115 Quadratkilometern entwickelte Hochwasserschutzkonzeption beinhaltet den Bau von acht überörtlich wirkenden Hochwasserrückhaltebecken und den Ausbau zweier vorhandener Becken mit insgesamt 1.030.200 Kubikmetern Rückhaltevolumen. Ergänzt wird die Wirkung der Hochwasserrückhaltebecken durch zehn innerörtliche Gewässermaßnahmen am Leimbach, Waldangelbach und Gauangelbach, die neben der hydraulischen Leistungsfähigkeit auch eine Verbesserung des ökologischen Zustandes der Bachläufe nach sich ziehen.

Inzwischen wurden vom Zweckverband sieben überörtlich wirkende Hochwasserrückhaltebecken und fünf der innerorts wirkenden Maßnahmen fertig gestellt.

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