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Ressourceneffizienz
  • 03.11.2016

Jahrestagung der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. in Mannheim

Umweltstaatssekretär Andre Baumann über Zukunft und Chancen der Recyclingwirtschaft: „Je besser wir die Rohstoffversorgung durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen sichern, desto unabhängiger ist unsere Industrie von Versorgungsengpässen und volatilen Weltmarktpreisen.“

Die Jahrestagung der BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. findet in diesem Jahr im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Rund 450 Vertreter der Mitgliedsunternehmen diskutieren dort heute (03.11.) mit Gastrednern aus Wirtschaft und Politik über die aktuelle Lage der Branche. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie sich Stahlrecycling-Unternehmen in Zeiten schwieriger Märkte positionieren können.

„Während die heimische Fahrzeug- oder Bauindustrie von den derzeitigen niedrigen Rohstoffpreisen profitiert, wird die Recyclingwirtschaft im Land hierdurch enorm unter Druck gesetzt“, äußerte sich der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Andre Baumann, besorgt über die aktuelle Situation auf dem internationalen Stahlmarkt. „So schön niedrige Rohstoffpreise für die Industrie auch sind, so unverzichtbar ist es, dass wir Rohstoffe nicht verbrauchen, sondern effizient nutzen. Aktuelle Preise sind eine Momentaufnahme, die effiziente Rückgewinnung und Wiederverwertung von Rohstoffen ist eine langfristige Strategie“, sagte Baumann.

Baden-Württemberg sei als hochindustrialisiertes Land wie kaum eine andere Region von der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe abhängig, betonte Baumann. „Deshalb ist es so wichtig für uns, dass wir die Rohstoffversorgung insbesondere durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen wie zum Beispiel Recycling-Stahl sichern. Je besser uns das gelingt, desto unabhängiger ist unsere Industrie von Versorgungsengpässen und volatilen Weltmarktpreisen. Das sichert nicht zuletzt auch unseren Wohlstand.“

Die Sicherung der Rohstoffversorgung stehe deshalb im Zentrum der im März dieses Jahres von der Landesregierung verabschiedeten Landesstrategie Ressourceneffizienz Baden-Württemberg, so der Umweltstaatssekretär weiter. Mit der Landesstrategie Ressourceneffizienz habe Baden-Württemberg den konzeptionellen Rahmen für die Landespolitik im Bereich Ressourceneffizienz geschaffen. Ziel des Landes sei, Unternehmen zu animieren, in Technologien und Prozesse zur Rohstoff- und Energieeffizienz zu investieren und durch Forschung und Entwicklung neue Wege und Methoden für bessere Effizienz zu finden.

Ergänzende Informationen

Die Unternehmen der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. tragen seit Jahren dazu bei, Standards in der Recyclingtechnik zu setzen. Die Rückgewinnung und Aufbereitung von Stahlschrotten schont knappe Rohstoffvorräte, spart Energie ein, entlastet die Umwelt von Rückständen und vermeidet erhebliche CO2-Emissionen. Die zurückgewonnenen Sekundärrohstoffe können in Stahlwerken und Metallhütten ohne Qualitätsverlust wieder eingeschmolzen werden. Damit leistet das Stahlrecycling einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz.

Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. vertritt die Interessen von deutschen beziehungsweise in Deutschland tätigen Unternehmen, die in den Bereichen Stahlrecycling und weiteren Entsorgungsdienstleistungen tätig sind. Sie ist der größte Stahlrecycling-Verband in Europa.


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