Umwelt

Internationaler Tag des Bodens

Umweltminister Franz Untersteller: „Böden sind schnell zerstört, sie als natürlichen Lebensraum zurückzugewinnen, dauert sehr, sehr lange. Deshalb müssen wir unsere Böden schützen.“  

„Weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Aufmerksamkeit gehen weltweit täglich große Mengen wertvollen Bodens verloren, vor allem durch Versiegelung, Erosion oder Kontaminationen. Wir überbauen allein in Baden-Württemberg immer noch jeden Tag eine Fläche fruchtbaren Bodens in der Größenordnung mehrerer Fußballfelder. Böden sind schnell zerstört, sie als natürlichen Lebensraum zurückzugewinnen, dauert sehr, sehr lange.“

Anlässlich des Internationalen Tag des Bodens am 5. Dezember warb Umweltminister Franz Untersteller für einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit unserem Boden. Der Internationale Tag des Bodens solle den Menschen die Bedeutung und die aktuelle Gefährdung der knappen Ressource Boden nahebringen und ihr Bewusstsein dafür stärken.

Fruchtbare Böden, führte der Minister aus, seien die Grundlage für die Erzeugung von 90 Prozent aller Lebensmittel, sie seien selbst Lebensraum, regulierten als Kohlenstoffspeicher das Klima, sorgten als Speicher und Filter für sauberes Grundwasser und seien ein Archiv der Menschheits- und Naturgeschichte.

Zentrale Veranstaltung am Sonntag, 7. Dezember, in Baden-Baden

2014 wurde der Weinbergsboden zum Boden des Jahres gekürt. Passend dazu findet die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Tag des Bodens am kommenden Sonntag (07.12.) auf einem Weingut statt.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat gemeinsam mit der Stadt Baden-Baden und weiteren Partnern in der Baden-Badener Winzergenossenschaft und im Weingut Schloss Neuweier in Baden-Baden ein buntes Veranstaltungsprogramm für die ganze Familie organisiert. Das Programm beginnt um 11:00 Uhr.

Neben Vorträgen rund um das Thema „Wein und Terroir“ und dem Bodenschutz im Weinbau können eine „Terroir-Exkursion“, eine Vorstellung des Weinbauatlasses und eine Bodenschutzausstellung besucht werden. Es gibt die Möglichkeit, mitgebrachte Bodenproben kostenlos auf Nährstoffe und Schwermetalle untersuchen zu lassen, und jüngere Besucher können in einer kleinen Kunstaktion mit Erdfarben malen oder an historischen Weinpressen selber Traubensaft pressen.

 

Ergänzende Informationen

 

Der Internationale Tag des Bodens wurde im Jahr 2002 auf der Tagung der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) in Bangkok ausgerufen. Seither werden am 5. Dezember auf Bundes- und Länderebene der Öffentlichkeit zahlreiche Veranstaltungen und weitere Aktionen angeboten. Zielgruppe sind alle Bürgerinnen und Bürger. Die zentrale Veranstaltung in Baden-Württemberg am Tag des Bodens wird im Wechsel von einem Regierungspräsidium in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, LUBW, dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, LGRB, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie weiteren Institutionen und Organisationen des Landes organisiert. In diesem Jahr ist das Regierungspräsidium Karlsruhe verantwortlich.

Weitere Informationen

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