Hochwasserschutz

Förderung der Hochwasserschutzmaßnahme in Östringen mit über 3,4 Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg hat den Um- und Ausbau des Freibachs im Ortsbereich von Östringen (Landkreis Karlsruhe) mit über 3,4 Millionen Euro gefördert. „Dies zeigt die hohe Priorität, die die Landesregierung dem Hochwasserschutz beimisst“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller heute (15. November 2011) in Stuttgart.

Die Maßnahme erhöhe sowohl den Schutz der Bürgerinnen und Bürger von Östringen vor Hochwasserschäden und verbessere zugleich die Ökologie des Gewässers. „Der Bach wird wieder erlebbar und Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen werden geschaffen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Hochwasserschutz mit dem Naturschutz zu vereinbaren ist“, so Franz Untersteller.

In den fünfziger und sechziger Jahren wurde der Freibach im Ortsbereich von Östringen in verschiedenen Abschnitten verdolt. In den darauf folgenden Jahren musste die Stadt Östringen immer wieder leidvolle Erfahrungen mit Überflutungsschäden machen. Bedingt durch den geringen Abflussquerschnitt der Verdolung konnten die Hochwässer nicht schadlos abgeführt werden. Im März 2002 kam es schließlich zu großen Überschwemmungen und verheerenden Schäden, als der Ort großflächig überflutet wurde.

Das daraufhin von der Stadt Östringen erarbeitete Hochwasserschutzkonzept wird nun umgesetzt. Dabei flossen neueste hydrologische Erkenntnisse, zum Beispiel die Berücksichtigung des Klimawandels, ein.

Die Konzeption sieht eine teilweise Freilegung der Verdolung des Freibachs auf circa 1,9 Kilometer Länge in drei Bauabschnitten vor. Die Bauzeit wird mit vier Jahren veranschlagt.

Mit den Maßnahmen am Freibach wird ein Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser erreicht werden.

Hochwasserschutzanlagen sind nur ein Teil der Hochwasserschutzstrategie des Landes, die sich regelmäßig weiter entwickelt. Neben dem technischen Hochwasserschutz spielen das Hochwasser-Flächenmanagement und die Hochwasservorsorge eine bedeutende Rolle.

An den Baukosten in Höhe von rund 4,87 Millionen Euro für den Um- und Ausbau des Freibachs beteiligt sich das Land Baden-Württemberg mit über 3,4 Millionen Euro. Dies entspricht einem Fördersatz in Höhe von 70 Prozent.

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg